[Balkanroute] Spendenaufruf für die no name kitchen in Bosnien

Die Situation für Menschen auf der Flucht an den EU-Außengrenzen und im Konkreten in Bosnien ist schon lange unerträglich. Durch den akuten Wegbruch der Versorgung mit dem Nötigsten und den bevorstehenden Wintereinbruch, drohen sich die dortigen Verhältnisse in nächster Zeit noch zu verschlimmern. Als Friedenskreis Halle e.V. sehen wir – nicht nur in Bezug auf unsere Friedensdienste in Partnerorganisationen – die Notwendigkeit und die Verantwortung, unmittelbar zu handeln! Daher rufen wir als Friedenskreis dazu auf, durch Spenden praktische Unterstützung zu schaffen. Eine Möglichkeit ist es, die NO NAME KITCHEN finanziell zu unterstützen. Sie stellen seit 2017 eine unabhängige Unterstützungsstruktur entlang der Balkanroute und versorgen Menschen auf der Flucht mit Essen, Kleidung und Wasser.

Mit dem Schließen der EU-Außengrenzen entlang der Balkanroute stecken seither viele Menschen auf der Flucht am Rande dieser Grenzen fest – jedoch ohne ertragbare Infrastruktur oder menschenwürdige Unterkünfte. Seit Serbien ein Teil der Balkanroute war, blieben zunächst viele Geflüchtete aufgrund der Nähe zur ungarischen Grenze mit Hoffnung auf Zugang zur EU dort. Als die alltägliche Polizeigewalt immer weiter zunahm und es schwieriger wurde, die Grenze zwischen Serbien und Ungarn zu überschreiten, gelang es Menschen auf der Flucht vorerst, durch Bosnien und Herzegowina nach Westeuropa zu gelangen. Das war der Beginn von Veränderungen, welche sich mit Beginn des Jahres 2018 entlang der EU-Außengrenze ereigneten.
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[Grenzregime] Push-back map online

Seit dem sich die europäische Aussengrenze immer weiter nach Süden verlagert und seit dem die Grenzen zwischen den Ländern in Südosteuropa, entlang der sogenannten Balkanroute, abgeschottet und militarisiert sind, kommt es auch immer wieder zu push-backs an diesen Grenzen. D.h. Menschen auf der Flucht und Reise werden nach dem Grenzübertritt von z.B. Serbien nach Kroatien, von den kroatischen Grenzern nach Serbien abgeschoben, meist unter Einsatz massiver Gewalt. Dieses Vorgehen verstößt gegen europäisches Recht, wird aber permanent praktiziert. Um das Ausmaß dieser rechtswidrigen Praxis sichtbar zu machen, die möglichst undokumentiert bleiben soll, wenn es nach dem Willen der Aktuere des europäischen Grenzregimes geht, gibt es nun eine Website, die anhand eines online mapping Push-backs dokumentiert.
Für die Dokumentation dieser Vorfälle braucht es die Meldung von Menschen, denen dieses widerfahren ist oder von UnterstützerInnen, die von solchen Ereignissen erfahren. Über das Online-formular kann man sich direkt bei den MacherInnen der map melden.

pushbackmap

[Leseempfehlung] Wir wollen Sicherheit!


Demonstration von „Women in Exile“

„Wir wollen Sicherheit“ Anregungen für eine gender- und fluchtsensible Praxis im Umgang mit geflüchteten Frauen*

herausgegeben vom Forschungsprojekt „Gender, Flucht, Aufnahmepolitiken“, dem Niedersächsischen Flüchtlingsrat e.V. und dem bff: Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe e.V.

Die Broschüre „Wir wollen Sicherheit“ leuchtet die Entwicklungen im Bereich genderspezifischer Ankunfts- und Aufnahmepolitiken mit Blick auf die Praxis sowie auf die rechtliche und politische Situation kritisch aus. So werden sowohl Missstände und strukturelle Defizite aufgezeigt, als auch bestehende Strukturen und Akteur*innen in ihrer wertvollen, unersetzlichen Arbeit sichtbar gemacht und unterstützt. Die Broschüre möchte durch interprofessionelle Kooperationen und partizipative Arbeitsweisen Wege für eine gendersensible, sicherere Ankunfts- und Aufnahmepolitik aufzeigen.

Auf der Seite des Forschungsprojekts „Gender, Flucht Aufnahmepolitiken“ steht die Broschüre kostenlos zum Download zur Verfügung.

Außerdem kann die Broschüre in limitierter Auflage über den Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V. und den Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe bestellt werden.

[Halberstadt] Inhabitants of central refugee camp (ZASt) resist to deportation

Almost every day, refugees are being deported from the central refugee camp (ZASt) in Halberstadt. Be that because they are obliged to return to another European country according to the so-called Dublin regulation or because it is about a deportation to the respective country of origin.

Every day and especially at night, for several hundred people (including families witch children), this means fear, insecurity and sleeplessness. Because how could you live peacefully if you do not know whether police is not standing in front of your own door and takes yourself along violently. How can one sleep quitely if police, searching for a neighbour who should be deported, is repeatedly standing also in your own room without being asked and without legal legitimation.
This situation is shaping the life of people who have to live 18 months in the refugee camp if they do not have been deported before. It is destroying them, makes them sick and angry. And rightly so!

As the MZ has reported , this week several people have been resisting to a deportation and have been protesting. A 22-year-old man has been taken by police. Following that, a protest by around 30 inhabitants from the refugee camp has been errupted by throwing dishes out of the window and making noise. The MZ was writing about „riots“ which could be prevented by the authorities. Against several people, a preocedure has been initiated due to „breach of the piece“ (ger. Landfriedensbruch). This will again lead to affected people being considered as criminals after having been convicted, which will make it even easier to deport them in turn.

It is striking for the migration policy of this country as well as for the media and societal discourse that regarding deportations, it is never mentioned from whom the violence is actually originating in such situations. It is the term itself which is verbally veiling to which extent a deportation entails an outside influence and complete deprivation of rights. The word deportation is not being used in German language any more. The link to an equalization of millions of deportations during Holocaust would be too close. Anyhow, it needs a visualization also in the language and within the discourse on what „removal/ expulsion“ (ger. Abschiebung) actually means, which is certainly not a normal bureaucratic act. It is massive state violence which forces people who are seeking protection, who claim their right to having rights, freedom of movement and inviolableness, to take to the road which is provably ending up in even more desperate living conditions for a lot of people. Be it because the affected persons are landing on Italian’s streets or in the completely overcrowded camps in Greece. Be it because people are being deported to countries with completely instable political systems, where the climate change has already arrived or terrorism and war are dominating.

Already in the past months and years, reports repeatedly reached the public despite the isolation in the refugee camp which show how life within the fences and walls of the reception centre is structured. Recently, it has been reported that security employees have beaten and threatened inhabitants.

The Antiracist Network Saxony-Anhalt stays in contact with inhabitants of the refugee camp (ZASt) and tries to support them as good as possible under these circumstances.

The Network is demanding
+ no criminal persecution of people who resist to a deportation
+ an immediate end to illegal searchings of private rooms in the refugee camp and observance of preserving the private sphere
+ the end of the Dublin regulation and the Dublin system
+ an immediate stop of deportations to crisis regions world-wide
+ a right to freedom of movement and self-determination of all people
+ the reversal of a repressive, racist asylum politics and withdrawal of the „Hau-ab-Gesetz“ (engl. „Go away law“)
+ basic improvements of the living conditions in the refugee camp (ZASt) which mean
an independent consultation on migration and asylum procedure in the camp for everybody
sufficient translators for all consultations and office conversations with authorities
an end to the regime of fear which is dominating due to the security employees in the camp
a health-promoting medical care for everybody
enough places in German courses and considering child care
cash money and self supply instead of canteen food and coupons

Antiracist Network Saxony-Anhalt, October 2019

[Halberstadt] BewohnerInnen der ZASt setzen sich Abschiebung zur Wehr

Fast tagtäglich werden geflüchtete Menschen aus dem Zentralen Aufnahmelager (ZASt) in Halberstadt abgeschoben. Sei es, weil sie laut sogenannter Dublin-Verordnung in ein anderes europäisches Land zurückkehren müssen oder weil es sich um eine Abschiebung in das Herkunftsland handelt.
Tagtäglich und insbesondere nachts heisst das für mehrere hundert Menschen (inklusive Familien mit Kindern) Angst, Unsicherheit und Schlaflosigkeit. Denn wie soll man ruhig leben, wenn man nicht weiss, ob nicht vor der eigenen Tür eines Nachts die Polizei steht und einen gewaltvoll mitnimmt. Wie soll man ruhig schlafen, wenn zum wiederholten mal die Polizei auf der Suche nach einem Nachbarn, der abgeschoben werden soll, ungefragt und ohne rechtliche Legitimation auch im eigenen Zimmer steht.

Dieser Zustand zeichnet das Leben der Menschen, die 18 Monate in der ZAST leben müssen, sofern sie nicht vorher abgeschoben wurden. Er macht sie kaputt, krank und wütend. Zu Recht!

Wie die MZ berichtete setzten sich nun diese Woche mehrere Menschen bei einer Abschiebung zu Wehr und protestierten. Ein 22 Jähriger Mann wurde von der Polizei abgeholt. Daraufhin entlud sich der Protest von ca. 30 anderen Bewohnern der ZASt, in dem sie Geschirr aus dem Fenster warfen und Lärm machten. Die MZ schreibt von „Ausschreitungen“, die von Beamten unterbunden werden konnten. Gegen mehrere Menschen wird nun ein Verfahren wegen Landfriedensbruch eingeleitet. Dies wiederum wird dazu führen, dass die betreffenden Menschen, wenn sie verurteilt werden, als Straftäter gelten und sie dann wiederum noch einfacher abzuschieben sind.

Es ist bezeichnend für die Migrationspolitik dieses Landes, als auch für den medialen und gesellschaftlichen Diskurs, dass es im Zusammenhang mit Abschiebungen, fast nie zur Sprache kommt, von wem in einer solchen Situation die Gewalt ausgeht. Es ist selbst der Begriff, der sprachlich verschleiert, welches Ausmaß an Fremdeinwirkung und völliger Entrechtung eine Abschiebung mit sich bringt. Das Wort Deportation wird im Deutschen nicht mehr verwendet. Zu Groß die Nähe zu einer Gleichsetzung zu den Millionfachen Deporationen im Holocaust. Und ja, es wäre nicht richtig, das heutige und damalige Geschehen gleichzusetzen. Und trotzdem braucht es eine Sichtbarmachung, auch in der Sprache und im Diskurs, was „Abschiebung“ tatsächlich meint, nämlich ganz bestimmt nicht ein normaler, bürokratischer Akt.
Es ist massive staatliche Gewalt, mit der Menschen, die Schutzsuchende sind, die ihr Recht auf Rechte, auf Bewegungsfreiheit und Unverletzlichkeit suchen und fordern, gezwungen werden, sich auf eine Reise zu begeben, die nachweislich für sehr viele Menschen in noch auswegloseren Lebensumständen enden. Sei es, weil die Betroffenen auf der Strasse in Italien oder den völlig überfüllten Camps in Griechenland landen. Sei es, weil die Menschen in Länder abgeschoben werden, in denen politisch völlig instabile Systeme herrschen, der Klimawandel angekommen ist oder Terror und Krieg herrscht.

Bereits in den vergangenen Monaten und Jahren, schaffen es trotz der Isolation in der ZASt immer wieder Berichte in die Öffentlichkeit, die zeigen, wie sich das Leben innerhalb der Zäune und Mauern des Aufnahmelagers gestaltet. Zuletzt wurde bekannt, dass Mitarbeiter der Security Bewohner geschlagen und bedroht haben.

Das Antirassistische Netzwerk Sachsen-Anhalt steht im Kontakt mit Bewohnerinnen der ZASt und versucht diese so gut es geht in den gegebenen Umständen zu unterstützen.
Das Netzwerk fordert

+ Keine strafrechtliche Verfolgung von Menschen, die sich gegen Abschiebungen wehren
+ ein sofortiges Ende der unrechtmäßigen Durchsuchungen von Privaträumen in der ZASt und eine Einhaltung der Wahrung der Privatsphäre
+ ein Ende der Dublin-Abschiebungen und des Dublin-Systems
+ ein sofortigen Abschiebestopp in alle Krisenregionen weltweit
+ ein Recht auf Bewegungsfreiheit und Selbstbestimmung aller Menschen
+ eine Umkehr in der verschärften, rassistischen Asylpolitik und eine Rücknahme des „Hau-ab-Gesetzt“
+ Grundlegende Verbesserungen der Lebenssituation in der ZASt, d.h.
* eine unabhängige Migrations- und Asylverfahrensberatung auf dem Gelände für alle
* ausreichend ÜbersetzerInnen für sämtliche Beratungs- und Behördengespräche
* ein Ende des Angstregimes, dass durch die Security im Lager herrscht
* eine Gesundheitsfördernde medizinische Versorgung für alle
* ausreichend Plätzte in den Deutschkursen und bei der Kinderbetreuung
* Bargeld und Selbsversorgung statt Kantinenessen und Gutscheinen

Das Antirassistische Netzwerk Sachsen-Anhalt, Okt 2019

[Chemnitz] Jetzt anmelden für das NSU-Tribunal

[Griechenland] Wieder Brand in Flüchtlingslager

Feuer zerstören Teile des völlig überfüllten „Hotspots“ auf Samos. Kurz davor hatte ein Gericht der Beschwerde einer Ghanaerin stattgegeben.
von Christian Jacob /TAZ

In einem von der EU betriebenen Flüchtlingslager auf der griechische Ägäis-Insel Samos sind am Montagabend mehrere Feuer ausgebrochen. Zuvor hatte es Kämpfe zwischen Insass*innen des Lagers gegeben. Mindestens drei Menschen sind nach Angaben des zuständigen Migrationsstaatssekretärs Manos Logothetis dabei durch Messerstiche verletzt worden. Weitere acht Menschen wurden nach dem Brand mit Atembeschwerden ins Krankenhaus gebracht.

Die Polizei habe Tränengas eingesetzt, um Auseinandersetzungen zwischen den Bewohner*innen zu beenden. Die Feuerwehr konnte am frühen Morgen die Brände löschen. Mehrere provisorische Unterkünfte wurden zerstört.

In dem Lager leben derzeit rund 5.700 Menschen, Plätze hat es nur für 648. Die meisten Menschen wohnen auf den Feldern rund um das Camp, in unmittelbarer Nachbarschaft zur Kleinstadt Vathy. Hunderte der Bewohner*innen verbrachten nach Angaben des Bürgermeisters von Vathy, Giorgos Stantzos, während der Brände die Nacht in der Ortschaft.

Es ist der zweite Brand in einem griechischen EU-Flüchtlingslager innerhalb von zwei Wochen. Anfang Oktober hatte es in einem Lager auf der Insel Lesbos gebrannt, dabei starben zwei Menschen.
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Das Versagen beenden – Für eine europäische Politik der Menschenrechte

Ein gemeinsames Statement von von medico und kritnet
Quelle

English Version/englische Fassung

Der Einmarsch der türkischen Armee in Nordsyrien steht nicht nur für Erdoğans Krieg gegen Rojava. Er ist der jüngste Ausdruck des Totalversagens europäischer Migrations- und Außenpolitik: Einer Politik, die nichts zur Lösung der weltweiten Fluchtproblematik beiträgt, sondern sie systematisch verschärft. Und die auch nichts „ordnet“, wie es ihre Strategen fälschlicherweise behaupten, sondern millionenfache Verzweiflung sät, das Chaos in den europäischen Flüchtlingslagern schürt und weitere Gewalt – wie jetzt in Syrien – bedeutet. Moria, Idlib, Rojava und der türkische Krieg zur Durchsetzung einer angeblichen Schutzzone, in die eine Million syrischer Geflüchteter zwangsweise umgesiedelt werden sollen: Die europäische Migrationspolitik hat das Schicksal von Millionen Menschen zusammengebunden und als Faustpfand für einen europäischen Burgfrieden eingetauscht. Sie ist eine Politik, die das Ende von Politik bedeutet, weil sie die Bearbeitung von globalen Problemen schlicht aufgegeben hat.

Der Verzicht auf eine gestaltende, verantwortungsvolle Politik ist nichts Neues. Angefangen hat es vor vier Jahren mit dem EU-Türkei-Deal, mit dem sich Europa die Türkei als Grenzschützerin gekauft und ein Bollwerk gegen das Begehren auf ein sicheres, besseres Leben geschaffen hat. Zugleich wurden die griechischen Inseln in Sonderrechtszonen verwandelt, in denen asylrechtliche Standards nichts mehr gelten; sie wurden zum Freiluftgefängnis für die, die es dennoch über die Ägäis auf europäischen Boden schafften. Erst vor zwei Wochen – nach einem weiteren Feuer mit Todesopfern im Flüchtlingslager Moria auf Lesbos – reiste der deutsche Innenminister zu Gesprächen nach Athen und Ankara, um Griechenland und die Türkei auf eine effektivere Umsetzung des Deals einzuschwören.
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Probleme der Geflüchteten in Halberstadt und eine Traditionelle Geschichte مشکلات پناهجویان در هالبرشتات و یک داستان تاریخی

Eine Radiosendung vom 3.10.2019 von Common Voices bei Radio Corax in Halle/Saale

Radiosendung anhören

Über die Sendung: Asylsuchende in europäischen Ländern stehen vor vielen Problemen, während etliche Menschen in Europa glauben, dass es Geflüchteten einfach gemacht wird und sie ein erfolgreiches Leben führen können. Doch die Situation ist eine andere. In Sachsen-Anhalt in Deutschland müssen alle Geflüchtete nach Halberstadt in die Zast (Zentrale Aufnahmestelle). Dort müssen sie 18 Monate unter schwierigen Bedingungen leben. Eine Gruppe von unabhängigen Aktivisten und AktivistInnen organisert einmal im Monat ein Info- und Welcomecafe für die Bewohnerinnen vor der Zast. So auch letzte Woche. Neben einem Workshop, in dem sich ausgetauscht wurde, wie man sich gegen Anti-Flüchtlingsgesetze wehren kann, gab es auch Informationen, Beratung und kostenloses Essen und Kleidung. Dieser Teil der Sendung ist auf Deutsch, Englisch und Persisch.

Im zweiten Teil unserer heutigen Sendung hören Sie eine Geschichte in aserbaidschanischer und deutscher Sprache sowie traditionelle iranische und aserbaidschanische Musik.

پناهجویان در کشورهای اروپایی با مشکلات مضاعفی روبرو هستند و این در حالی است که مردم فکر میکنند آنها زندگی بسیار مرفهی دارند. در استان زاکسن آنهالت آلمان، گروهی از فعالین مستقل در مقابل کمپ به پناهندگان غذا دادند، به آنها مشاوره دادند و لباس رایگان در اختیار آنها گذاشته شد. همچنین در یک کارگاه آموزشی، به آنها یاد داده شد که چگونه در مقابل قانونهای ضد پناهندگان از خود دفاع کنند. ساعت اول برنامه به زبانهای آلمان، انگلیسی و فارسی بود. در ساعت دوم برنامه، داستانی به زبانهای آذری و آلمانی به همراه موسیقی سنتی ایرانی و آذربایجانی خواهید شنید.

Unterstützt das Tribunal „NSU-Komplex auflösen“ in Chemnitz!

Das Tribunal „NSU-Komplex auflösen“ findet vom 01. – 03. November 2019 in Chemnitz statt. Unterstütze mit deiner Spende die Vorbereitungsarbeiten!
Da die Vorbereitung und das Tribunal selbst viel Geld kosten, sind die Organisator*innen auf Spenden angewiesen.
Unterstützt daher das Fundraising und teilt es über eure Kanäle!

https://www.betterplace.org/de/projects/72878-tribunal-nsu-komplex-auflosen-chemnitz-und-zwickau

Was uns umtreibt:

Über ein Jahr ist es nun her, das Urteil im NSU-Prozess. Ein Urteil, das nicht unbeantwortet bleiben darf, denn es verhöhnt die Betroffenen einer rassistischen Mordserie. Nach wie vor wird die Erzählung, „der NSU war nur zu dritt“ aufrecht erhalten. Doch Fakt ist: das Netzwerk der Neonazis ist groß und besteht auch nach dem Urteilsspruch fort.
Ebenso wie der strukturelle Rassismus. Auch er besteht – oft unhinterfragt – fort. Wenn sich Staat und Behörden nicht rühren, dann ist es unsere Aufgabe, für etwas einzustehen, was der Gegenentwurf zur Ideologie der Ausgrenzung ist.
Besonders in Chemnitz – der Stadt, in der die NSU-Terorrist*innen über Jahre untertauchen konnten – braucht es eine starke Zivilgesellschaft, braucht es uns alle. Das haben die Ausschreitungen vom Spätsommer 2018 noch einmal verdeutlicht.
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Seehofer-Erdogan: Geheimverhandlungen über 2. schmutzigen Deal

von ffm

Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan will 3 Millionen syrische Geflüchtete, sogar syrische Geflüchtete der griechischen Ägäis-Inseln, in eine türkisch kontrollierte Sicherheitszone in Syrien deportieren. Die künftigen Lager in der Sicherheitszone und wohl auch die Massendeportation will er sich mit vielen Milliarden Euro von der EU, vor allem aus Deutschland, finanzieren lassen, wie es türkische Massenmedien am 19.09.2019 bekanntmachten. Derzeit laufen laut der Internetseite „Nordic Monitor“ Geheimverhandlungen mit Kanzlerin Angela Merkel, Innenminister Horst Seehofer und EU-Instanzen in Brüssel. Die Pläne erscheinen sehr unrealistisch. 3 Millionen Geflüchtete gegen ihren Willen und gegen das internationale Recht gewaltsam umzusiedeln, ist unvorstellbar. Hinzu kommen Widerstände aus den USA gegen eine türkische Sicherheitszone auf syrischem Boden. Das Gebiet ist kurdisch kontrolliert.

Tatsächlich haben die Überfahrten von Boat-people aus der Türkei auf griechische Inseln zugenommen, und die Überfüllung der Lager auf diesen Inseln wird in den kommenden Monaten zu einem ernsten Problem für die Abschottungsstrategie der EU werden. Zehntausende Geflüchtete müssten vor dem kommenden Winter auf das Festland gebracht werden, und damit gewönne die Balkanroute an Bedeutung.

Der Schreibtischtäter Gerald Knaus, der den schmutzigen Türkei-Deal konzipiert hat, schlägt in den vergangenen Wochen der deutschen Regierung und den Regierungen Griechenlands, Italiens und Spaniens vor, dass die Mittelmeerstaaten Asyl-Schnellverfahren in geschlossenen Lagern etablieren sollten. Auf der Grundlage sofortiger Asylablehnungen könnten Massenabschiebungen angelandeter Boat-people vorgenommen werden, so Knaus. Ein Pilotprojekt dieser Art läuft derzeit in Ceuta. Den 200 Zaunkletterern der letzten Wochen wurde nach Schnellverfahren mehrheitlich der Zugang zu einem Asylverfahren verweigert, ihnen droht die Sofortabschiebung durch den EU-Zaun nach Marokko. 50 Anwälte sind momentan mit der Sache Tag und Nacht befasst, um diesen Präzedenzfall zu verhindern.
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[Halle/Saale] Breiter Protest verhindert Demo der IB-Nazis

Hier ein paar gesammelte Eindrücke vom 20. Juli 2019 in Halle.

Voller Erfolg! IB Aufmarsch blieb deutlich hinter den Erwartungen zurück und wurde durch breiten zivilgesellschaftlichen Protest verhindert. PM von Halle gegen rechts lesen

IB weiter auf dem absteigenden Ast – Rückblick #Hal2007. Am Samstag wollte die selbsternannte “Identitäre Bewegung” in Halle aufmarschieren – sie scheiterte kläglich. Radio Corax mit einer Zusammenfassung.

Twitter #hal2007

Längerer Bericht zum Tag auf watson.de

Presse: MDR / Tagesschau / MZ

Fotos 1 / Fotos 2

Auch in Kassel wollten am 20. Juli Nazis ihre Propaganda auf die Straße tragen. Der „Dritte Weg“ hatte dazu aufgerufen. Gekommen waren rund 120 Menschen. Dem gegenüber standen rund 10.000 Gegendemonstranten!
Presse: FR

[Athen] 39 Monate City Plaza: Ein Kreis schließt sich, ein neuer beginnt

Erklärung der Menschen, die das City Plaza solidarisch organisiert haben, zu dessen Schließung nach drei Jahren.

Originaltext auf griechisch

Am 10. Juli 2019 wurden die Schlüssel des besetzten Hotels City Plaza an die früheren Beschäftigten des Hotels, denen die Inneneinrichtung gehört, zurückgegeben. Alle Geflüchteten, die im City Plaza lebten, sind in sichere Unterkünfte innerhalb der Stadt umgezogen.

Am 22. April 2016 besetzte die Solidaritätsinitiative für Wirtschafts- und Politische Flüchtlinge das leerstehende Gebäude des Hotels City Plaza mit einem doppelten Ziel: die Schaffung eines sicheren und menschenwürdigen Ortes im Zentrum der Stadt zum einen zur Unterbringung von Geflüchteten, zum anderen zur Organisierung des Kampfes gegen Rassismus, Grenzen und soziale Ausgrenzung, für Bewegungsfreiheit und das Recht zu bleiben.

Die Entscheidung für die Besetzung erfolgte in einem bestimmten zeitlich-politischen Zusammenhang. Am 18. März 2016, einen Monat bevor das Gebäude besetzt wurde, wurde das EU-Türkei-Abkommen zur Beschränkung der Fluchtbewegungen nach Europa unterschrieben. Dieses Abkommen markiert das Ende des „Sommers der Migration“ – des Zeitraums, der im Juli 2015 begann, als unter dem Druck von ungefähr einer Millionen Menschen Europas Grenzen „geöffnet“ wurden. Es war der Deal, der die ägäischen Inseln in spezielle Gefängnisse für Geflüchtete verwandelte und das kontinentale Griechenland zu einem Ort der Einschließung für über 60.000 Menschen machte. Die Syriza-Anel-Regierung übernahm, nach ihrer Unterwerfung unter das neoliberale Management der Wirtschaftskrise, die Umsetzung einer Politik der Kontrolle, Abschreckung und Eindämmung der Einwanderung; mit Patrouillen von Frontex und Nato in der Ägäis, mit Internierungslagern auf den Inseln (wie Moria auf Lesbos), mit Camps in miserablem Zustand, die als die einzigen offiziellen Unterbringungsmöglichkeiten für Geflüchtete auf dem Festland dienen, mit der Kriminalisierung von Solidarität und der Kämpfe der Geflüchteten. In jener Zeit war das Problem der Unterbringung dringlich. Die Geflüchteten, die in Athen angekommen waren, waren entweder obdachlos oder hatten Unterschlupf in den fürchterlichen Camps von Elliniko, Malakassa oder der Zeltstadt im Hafen von Piräus gefunden, während auf den Straßen und Plätzen der Stadt Hunderte von Menschen in Zelten oder Papphütten schliefen.

In diesem Zusammenhang begann in den Versammlungen der Solidaritätsinitiative für Wirtschafts- und Politische Flüchtlinge eine Diskussion, die zu der Entscheidung führte, das City Plaza Hotel zu besetzen, ein seit sieben Jahren leerstehendes Hotel in der Acharnonstraße. Diese Entscheidung hatte einige Elemente von Voluntarismus und konnte eigentlich durch die Kräfte, über die wir verfügten, und den Zustand der widerständigen Bewegung zu dieser Zeit nicht gerechtfertigt werden. Aber es war ein Schritt, der den politischen Umständen und dem großartigen Kampf der Flüchtlinge entsprach, die in den vergangenen Monaten die Grenzen der Festung Europa geöffnet und das Recht auf Bewegungsfreiheit erlangt hatten. Er entsprach auch der massiven spontanen Bewegung sozialer Solidarität, die sich entlang der Migrationsroute entwickelte.

Das City Plaza als Beispiel für menschenwürdige Unterbringung, Ort praktischer Solidarität und der Zusammenarbeit von Einheimischen und Migrant*innen.

Das City Plaza wurde von Beginn an um zwei Hauptziele herum konzipiert:

- die Schaffung einer sicheren und menschenwürdigen Unterkunft für Migrant*innen im Zentrum der Stadt, einen Ort der Solidarität und Zusammenarbeit zwischen Einheimischen und Migrant*innen
- die Funktion als ein Ort des Kampfs, an dem politische und soziale Forderungen von Migrant*innen und Einheimischen miteinander verknüpft werden und sich ergänzen.
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[20. Juli / Halle/Saale] Für Solidarität ohne Grenzen! Proteste gegen den „Aufmarsch“ der IB

Am morgigen Samstag wird es in Halle zu vielfältigen und breiten Protesten gegen den geplanten „Aufmarsch“ und das Sommerfest der sogenannten Identitären Bewegung geben.

Alle Infos au deutsch dazu hier: www.identitaere-stoppen.de
Mehrsprachige Infos und Hintergründe hier: common voices radio

Für aktulle Infos wird es auf twitter den hashtag #hal2007geben, auch mehrsprachig!

تحقق من يوم السبت ، ونشر الكلمة ، أبلغ أصدقائك Check out on saturday, spread the word, inform your friends! اتمام شنبه، کلمه را گسترش دهید، دوستانتان را مطلع سازید Confira no sábado, divulgue, informe seus amigos! Départ samedi, passez le mot, informez vos amis! Li şevê bixwînin, peyva xwe belav bike, hevalê xwe agahdar bike!

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Wann treten das »Geordnete-Rückkehr-Gesetz« und die Neuregelung der Ausbildungsduldung in Kraft?

https://b-umf.de/p/wann-treten-das-geordnete-rueckkehr-gesetz-und-die-neuregelung-der-beschaetigungsduldung-in-kraft/

Der Bundesrat hat, trotz massiver Kritik auch aus den eigenen Fachausschüssen, verschiedenen Gesetzentwürfe aus dem Bereich des Asyl‐ und Aufenthaltsrechts zusgestimmt, die weitreichende Folgen für das Leben in Deutschland lebender Menschen haben werden. Unter anderem wird die Ausbildungsduldung neu geregelt, eine „Duldung-Light“ eingeführt, die Abschiebungshaft ausgeweitet und die Ausbildungsförderung verbessert. Wann die Neuregelungen in Kraft treten? Nachfolgend eine Übersicht des BumF e.V.

1. Gesetz über Duldung für Ausbildung und Beschäftigung

Das Gesetz über Duldung bei Ausbildung und Beschäftigung tritt zum 01.01.2020 in Kraft.
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