Spendenaufruf für Familie K.

von no lager halle und Medinetz Halle

Ein Jahr nach unserem ersten Spendenaufruf für die Familie K., damals lebten sie in Deutschland, wenden wir uns wieder an euch und Sie und bitten um Unterstützung! Heute lebt Familie K. nach einem langen Kampf mit den deutschen Behörden wieder in Serbien. Wir wollen sie weiter unterstützen, denn an ihrer schwierigen Lebenssituation dort, die auch ursprünglich zu ihrer Flucht nach Deutschland führte, hat sich wenig geändert.

Konkret benötigt Familie K. Spenden für folgende Anliegen: für die medizinische Versorgung, insbesondere der Mutter der Familie, sowie für die Renovierung des kleinen Hauses, das die Familie mit Hilfe von Spenden kaufen konnte.

Im nachstehenden Text möchten wir die Geschichte der Familie der letzten zwei Jahre nachzeichnen und Einblick in die Zusammenhänge und Wirkungsweisen systematischer Ausgrenzung, Flucht vor Armut und deutscher Asylpolitik geben.

Im Vorfeld aber möchten wir zuerst von Mutter K. ein riesiges Dankeschön an alle SpenderInnen übermitteln, welche der Familie in der Vergangenheit finanziellen Rückhalt in ihrer schwierigen Lage geboten haben!

Spendenkonto

Verein zur Förderung antirassistischer Arbeit in Sachsen-Anhalt
IBAN: DE76 8005 3762 1894 0553 02
BIC: NOLADE21HAL
Betreff: Familie K Oktober 2017
Eine Spendenquittung können wir Ihnen nicht ausstellen.

Spendenaufruf und mehr Infos als pdf lesen

24.10.2017 / Aiport Leipzig-Halle / Attention: Next deportation to Afghanistan / Protestcamp in Leipzig

++BREAKING NEWS +++Protestcam gegen Abschiebungen / 21. Oktober – 24. Oktober / Augustusplatz, Leipzig

Am 24. Oktober wird eine weitere Gruppe von unseren Freunden nach Afghanistan abgeschoben. Dieses Mal erfolgt die Abschiebung vom Flughafen Leipzig/Halle. Afghanistan ist ein unsicheres Land, dass immer noch vom Krieg beherrscht wird. Abschiebungen in Kriegsgebiete von Menschen, die eigentlich Asyl und Zuflucht suchen, bedeuten, diese Menschen in Lebensgefahr zu bringen und dem Tod zu überlassen. Das ist in der Tat nichts anderes als Mord.
Deswegen mobilisiert „Zendegi – Keine Abschiebung nach Afghanistan“, eine Kampagne gegen alle Abschiebungen nach Afghanistan, zum Protest. In Zusammenarbeit mit politischen Aktivisten und Politikern, die sich für die Rechte von Geflüchteten einsetzen, soll ein gemeinsamer Protest im Stadtzentrum von Leipzig stattfinden. Gegen Abschiebungen nach Afghanistan.

فارسی – انگلیسی – آلمانی
در تاریخ ۲۴ اکتبر ۲۰۱۷ تعدادی دیگر از عزیزانمان از میدان هوایی شهر لایپزیک به افغانستان دیپورت خواهند شد.
افغانستان کشوری جنگ‌زده و ناامن است و دیپورت پناه‌جویان به مناطق جنگی و قرار دادن آنان در معرض کشتار، نسل‌کشی و حملات تروریستی جنایت جنگی محسوب میشود.
به همین منظور کمپین زندگی که علیه دیپورت به افغانستان فعالیت میکند، با یاری تعدادی از فعالین سیاسی و سیاست‌مداران مدافع حقوق پناه‌جویان تصمیم به برگزاری یک تحصن علیه دیپورت در شهر لایپزیک واقع در ایالت زاکسون(sachsen) دارد.

Mehr Infos

The next deportation to Kabul will be at Tuesday, 24th of Oktober from Airport Leipzig-Halle.

Until now we have no information that persons from Saxony-Anhalt will be affected. We are thankful for any advice if that is the case. Mail: info@fluechtlingsrat-lsa.de
Please spread this to all who can be affected and inform them about their rights (e.g. follow request).

The refugee council Bavaria compiled helpful information (in german): here
For more information also in Dari: here

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Der nächste Abschiebeflug nach Afghanistan soll am Dienstag, 24.10.2017 vom Flughafen Leipzog-Halle aus stattfinden.

Bisher haben wir noch keine Informationen darüber, ob auch Personen aus Sachsen-Anhalt betroffen sein könnten. Wer Hinweise darauf hat, melde sich bitte bei uns. Mail: info@fluechtlingsrat-lsa.de

Bitte gebt diese Info an potentiell Betroffene weiter und informiert sie über über ihre Rechte (z.B Folgeantrag).

Der Bayrische Flüchtlingsrat hat wichtige Hinweise zusammengestellt: hier
Hier gibt es weitere Informationen auch auf Dari: hier

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Petition gegen Abschiebungen nach Afghanistan mitzeichnen!

Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen im Fall „Oury Jalloh“ ein

Wie gestern am 12.10.2017 bekannt wurde, stellt die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen zu den Todesumständen von Oury Jalloh ein. Im Januar 2005 starb Jalloh in Folge eines Brandes in einer Dessau Gewahrsamszelle der Polizei. Das 2012 eingeleitete Todesermittlungsverfahren habe „keine ausreichenden tatsächlichen Anhaltspunkte für eine Beteiligung Dritter an der Brandlegung ergeben“, so die Behauptung der Ermittlungsbehörden.
Dem gegenüber stehen unabhängige Brandgutachten, die die Annahme der Beteilung Dritter am Tode Jallohs untermauern und die Bemühungen für eine lückenlosen Aufklärung durch die unermüdlichen Arbeit der „Initiative in Gedenken an Oury Jalloh“.

Das Antirassistische Netzwerk Sachsen-Anhalt unterstützt die Forderung nach einer weiteren Aufklärung!
Es bleibt dabei: Oury Jalloh das war Mord!

Die Initiative schreibt dazu: „Die Familie des am 7. Januar 2005 in der Polizeizelle Nr. 5 verbrannten Oury Jalloh hat mit Unverständnis und Betroffenheit die Nachricht von der Einstellung des Ermittlungsverfahrens durch die Staatsanwaltschaft Halle zur Kenntnis genommen. Schon vor 7 Jahren hatte die anwaltliche Vertretung der Familie verlangt, durch Brandversuche am Tatort selbst ein Brandbild herzustellen, wie es am 7. Januar 2005 festgestellt werden konnte. Weder die Staatsanwaltschaft Dessau noch die Staatsanwaltschaft Halle haben diesen einzig wissenschaftlichen Anforderungen entsprechendem Vorgehen je entsprochen. Stattdessen wurden unter nicht vergleichbaren Bedingungen Brandversuche durchgeführt, die immerhin das gemeinsame Ergebnis hatten, dass eine Inbrandsetzung der Matratze durch Oury Jalloh ohne Brandbeschleuniger kaum möglich gewesen wäre. Mehr als irritiert ist die Familie Diallo darüber, dass die Staatsanwaltschaft sich bis zum heutigen Tage nicht mit der am 25. September 2015 vorgelegten Beweisführung auseinandergesetzt hat, dass der angeblich aus dem Brandschutt der Zelle stammende Feuerzeugrest nie in der Zelle gewesen sein kann. […]“weiterlesen

„Sechs Gründe, warum Oury Jalloh nicht selbst Feuer gelegt haben kann“

„Open the islands“ – Flüchtlinge auf den griechischen Inseln vor dem Winter schützen

In einem gemeinsamen Statement unter dem Titel “Open the islands – No more dead from cold” fordern über 40 griechische und internationale NGOs angesichts des nahenden Winters ein sofortiges Handeln der griechischen Regierung, um Kältetode in den Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln zu verhindern. Im Winter 2016/2017 sind mindestens sechs Geflüchtete im Moria Camp auf Lesbos aufgrund der Witterungsbedingungen gestorben. Das darf sich nicht wiederholen.

Bereits am Dienstag hatte Ärzte ohne Grenzen die dramatische Lage auf den griechischen Inseln in einem Bericht als einen psychosozialen Notstand geschildert. Die Organisation fordert die sofortige Umquartierung aller Schutzsuchenden von den Inseln auf das griechische Festland.

Aktuell ist das Moria Camp auf Lesbos weiterhin dramatisch überfüllt: Hier leben 5.000 Schutzsuchende, unter ihnen 200 Kinder, in einem Lager, das für 2.000 Personen ausgelegt ist. Zudem ist das Lager wie schon im Vorjahr nicht winterfest. Flüchtlinge müssen in unzureichenden Sommerzelten übernachten und auf dem Boden oder auf dünnen Matten schlafen. Auch die anderen Hotspots auf Samos, Chios, Kos und Leros sind überfüllt und nicht angemessen ausgestattet. Insgesamt sitzen derzeit rund 15.000 Schutzsuchende in den Lagern auf den griechischen Inseln fest. Diese Situation ist untragbar. Die NGOs fordern in ihrem Statement die griechische Regierung auf, die Hotspots zu schließen und die Flüchtlinge auf dem Festland unterzubringen. Kurzfristig müssen alle Lager in Griechenland winterfest gemacht werden.

Von den Mitgliedsstaaten der EU fordern die NGOs, auf Rücküberstellungen nach Griechenland im Dublin-Verfahren zu verzichten, im Rahmen des Relocation-Programms die Zahl der Aufnahmen aus Griechenland endlich substantiell zu erhöhen und damit die eigenen Zusagen einzuhalten und den EU-Türkei-Deal umgehend zu beenden.

Weitere Materialien
Das Statement der NGOs als PDF.
Der Bericht von Ärzte ohne Grenzen.

Berichterstattung
Lieber tot als gefangen auf Lesbos, in: taz vom 10. Oktober 2017
Ärzte warnen vor „psychosozialem Notstand“ unter Asylsuchenden, in: ZEIT Online vom 11. Oktober 2017
Oxfam wird EU Versagen vor, in: Frankfurter Rundschau vom 11. Oktober 2017
Gegen den Kältetod, in: taz vom 12. Oktober 2017

[Leipzig] Selbstbestimmt und Solidarisch

06.-08. 10.2017 / Leipzig / Selbstbestimmt und solidarisch: Konferenz zu Migration, Entwicklung und ökologischer Krise

Das Programm / Anmeldung
Infos auf Französisch und Englisch

Farid Boukhit: Kein Vergeben – Kein Vergessen

26. und 27.09.17 / Gedenkveranstaltungen in Magdeburg
Kein Vergeben – Kein Vergessen: In Gedenken an Farid Boukhit
Gespräch und Filmabend / jeweils 19 Uhr / Eine Welt Haus Magdeburg / Schellingstr. 3-4

#Free Juventa: Solidarität mit Jugend rettet!

In einer gestrigen Anhörung und anschliessenden Pressekonferenz in Trapani/Italien hat der Verein „Jugend rettet“, welcher mit dem Schiff „Juventa“ in Seenot geratene Geflüchtete auf dem Mittelmeer vor dem Ertrinken bewahrt, den Vorwurf der Schlepperei entschieden zurückgewiesen. Die Staatsanwaltschaft in Italien erhebt gegen die Organisation schwere Vorwürfe und hat Anfang Juni das Schiff beschlagnahmt, so dass seit dem die Juventa nicht mehr im Mittelmeer unterwegs ist. Die Juventa ist dabei nur eines von mehreren NGO-Schiffen, dass der Aufgabe der Seenotrettung nachgeht, aber es ist das Projekt, das bisher am stärksten von staatlichen Stellen kriminalisiert wird.

Doch dem nicht genug. Die Vorwürfe gegen die Juventa fussen zu einem Teil auch auf Aussagen eines Mannes, der der „Identitären Bewegung“ Italiens zu zurechnen ist. Diese neonazisitische Organisation hetzt nicht nur seit Monaten gegen die Arbeit der SeenotretterInnen und postiliert sich als „Beschützer Europas“, sondern sie versucht direkt und unmittelbar die Arbeit der Seenotrettung zu behindern. Dafür haben die „Identitären“ ein eigenes Schiff gechartert, mit dem sie, nach eigenen Aussagen, die Arbeit der NGOS beobachten und kontrollieren wollen, aber auch ggf. Flüchtende auf ihrer Fahrt zu behindern und an die libysche „Küstenwache“ zurück zu übergeben.
Auch die in Halle/Saale ansäßige Ortsgruppe der „Identitären“ versucht sich mit Hilfe des Themas zu profilieren. So behaupteten sie allen ernstes u.a. mit dem Besuch eines Infostandes von SOS Mediteranee auf dem Kirchentag in Wittenberg und der Defamierung ihrer Arbeit als Menschhandel eine „Satire-Aktion“ durchgeführt zu haben. Auch verdichten sich die Hinweise, dass lokale Mitglieder der Gruppe ihre Sommerwochen „im Einsatz“ auf dem Nazischiff verbracht haben und sich aktiv an Aktionen beteiligten, die willentlich das Leben von Schutz suchenden Menschen in Kauf nehmen.

Aber es regt sich rund um das Mittelmeer auch Widerstand gegen die „Mission der Identitären“. So wurde dem Schiff die Einfahrt in diversen Häfen behördlich verboten oder es wurde aktiv an einer Einfahrt in verschiedene Häfen gehindert, so z.B. in Tunesien.

Mehr noch zu den Hintergründen zu der von der EU finanzierten Abschottung. Zur Situation für Geflüchetet in Libyen: Siehe z.B. eindrücklicher Bericht von den Ärzten ohne Grenzen .

Jugend rettet schrieb selbst im Voraus zur Anhörung: „Seit Wochen arbeiten wir die Beschuldigungen auf, sprechen mit anderen Organisationen, protestieren. Uns ist dabei vor allem klar geworden: Wir haben nichts zu verbergen. Als junge Organisation wurden wir gezielt mit haltlosen Vorwürfen konfrontiert. Wir bekamen zahlreiche Morddrohungen und wurden von verschiedenen Medien in der Öffentlichkeit diffamiert.
Doch die Solidarität von Unterstützer_innen, Organisationen und Projekten stärken uns den Rücken. Als junge Generation werden wir nicht still zu sehen, wie das Leid an den Außengrenzen wächst. Wir wollen unsere IUVENTA zurück. Als Zeichen, dass man als junger Mensch etwas verändern kann. Als Protest für Menschenwürde, die an den Außengrenzen Europas ignoriert wird.“

Presseauswahl zur Anhörung: Spiegel / Zeit / Independent

Seenotrettung ist kein Verbrechen! Wider dem Zynismus des europäischen Grenzregimes und neofaschistischer Menschenverachtung! Solidarisiert euch mit der Crew der Juventa!

Zum Beispiel so: Video /#freejuventa
Jugend rettet: Website / Facebook / Twitter / Doku über einen Einsatz der Juventa

[Berlin] Welcome United: Impressionen

Fotos / Noch mehr Fotos

12.9.2017 / Attention: Next deportation to Afghanistan

The next deportation to Kabul will be at Tuesday, 12th of September from Airport Düsseldorf.

Until now we have no information that persons from Saxony-Anhalt will be affected. We are thankful for any advice if that is the case. Mail: info@fluechtlingsrat-lsa.de
Please spread this to all who can be affected and inform them about their rights (e.g. follow request).

The refugee council Bavaria compiled helpful information (in german): here
For more information also in Dari: here

Der nächste Abschiebeflug nach Afghanistan soll am Dienstag, 12.9.2017 von Düsseldorf aus stattfinden.

Bisher haben wir noch keine Informationen darüber, ob auch Personen aus Sachsen-Anhalt betroffen sein könnten. Wer Hinweise darauf hat, melde sich bitte bei uns. Mail: info@fluechtlingsrat-lsa.de

Bitte gebt diese Info an potentiell Betroffene weiter und informiert sie über über ihre Rechte (z.B Folgeantrag).

Der Bayrische Flüchtlingsrat hat wichtige Hinweise zusammengestellt: hier
Hier gibt es weitere Informationen auch auf Dari: hier

Bericht zur Abschiebeanhörung am 4.9.2017 in Halle/Saale

Am Montag, dem 04.09.2017 fand in Neustadt-Halle (Saale) eine „Botschaftsanhörung“ mit einer Delegation aus Guinea-Bissau statt.

Koordiniert wird das Verfahren durch die deutschen Ausländerbehörden in Räumlichkeiten des Landesverwaltungsamtes Halle. In einem zuvor wahrscheinlich leerstehenden Gebäudeteil der Neustädter Passage 13, gleich hinter der Polizeistation Halle-Neustadt, wurden betroffene Personen für mehrere Stunden mit der Delegation konfrontiert. Lediglich ein Schild mit der Aufschrift „Anhörung – Audiência“ markierte den Eingang zum Gebäude. Zum Seitenausgang hin sicherten drei PolizeibeamtInnen den Weg. Mehrere Polizeitransporter, Dienstwagen und ein großer weißer Reisebus standen auf dem „extra blockierten Abschnitt“ (Wortlaut Mitarbeiterin) des Parkplatzes bereit.

Ziel dieser Botschaftsanhörungen ist es, geflüchtete Personen durch die Delegation identifizieren zu lassen. Die Ausländerbehörden nennen dies „Einleitung der Abschiebung und Passersatzbeschaffungsmanahmen“. Gemeinsam haben die betroffenen Personen nur eines: Sie besitzen keinen Reisepass und gaben bei Stellung ihres Asylantrages an, aus Guinea-Bissau zu kommen. Ohne Reisepass und damit ohne geklärte Identität jedoch galten sie bislang als nicht abschiebbar.

Die Delegation aus Guinea-Bissau soll die Geflüchteten Angaben zufolge nach aufgrund von genereller Erscheinung der Person, Dialekt, Kopfform, traditionellen Narben, etc. „identifizieren“. Steht die Identität der Person fest, kann ihr durch die Ausländerbehörde ein Passersatzpapier (sog. „laissez-passé“) ausgestellt werden.
Die Personen erhielten während der Anhörung unter anderem Informationen zur „freiwilligen Ausreise“ des IOM (Internationale Organisation für Migration), welche den betroffenen Personen „angeboten“ wird und ebenfalls mit einem „laissez-passer“-Passersatz möglich wäre. Wird diesem Angebot nicht entsprochen, so droht den Personen die unangekündigte Abschiebung.
(mehr…)

[Halle] 04. – 11.09.2017 ATENÇÃO! Warning! Warnung!

ATENÇÃO: Entrevista de deportação com a delegação de GUINÉ-BISSAU do dia 4 ao dia 11 de Setembro 2017 no escritório da Administração da Região Saxônia-Anhalt („Landesverwaltungsamt“) em Halle/Saale

Do dia 4 ao dia 11 de Setembro 2017, um delegação oficial de Guiné-Bissau estão vindo para o escritório da Administração da Região Saxônia-Anhalt em Halle/Saale com intuito de identificar quem não tem passaporte. O objetivo desta delegação é emitir um outro documento de viagem (laissez-passer“) para deportar refugiadas e refugiados que não possuam passaporte para Guiné-Bissau. Estas deportações só são possíveis devido a cooperação entre Alemanha/ Europa e estes países. Pessoas de todas as partes da Alemanha foram convidadas ou trazidas para Halle (Saale) pela polícia nesta semana. O escritório de estrangeiros (Ausländerbehörde) está pedindo assistência da polícia para buscar os refugiados se eles não forem na audiência.

Por favor informe os seus amigos e amigas os quais provavelmente podem ser afetados por estas entrevistas de deportação!

Mais informações_português

WARNING: Deportation hearing with a delegation from GUINEA-BISSAU from 04.09.2017 -11.09.2017 at Administration Office Saxony-Anhalt („Landesverwaltungsamt“) in Halle/Saale

From 04.-11.September, a delegation from Guinea-Bissau is coming to Administration Office Saxony-Anhalt in Halle/Saale to identify refugees who have no passport. Their aim is giving out travel documents (“laissez-passer”) to deport them to Guinea-Bissau. Such deportations are possible due to cooperations with Germany/ Europe and other countries. People from all over Germany are invited or brought to Halle (Saale) by police for this week. The German authority for foreign affairs (Ausländerbehörde) are asking police assistance to pick up people if they did not go to the hearing.

Please inform your friends who probably could also be affected !

More infos_english

WARNUNG: Abschiebungs-Anhörung mit Delegation aus GUINEA-BISSAU vom 04.09. – 11.09.2017 im Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt in Halle/Saale

Vom 04.-11. September 2017 kommt eine Delegation aus Guinea-Bissau in das Landesverwaltungsamt Halle/Saale um dort Geflüchtete zu identifizieren, welche keinen Reisepass besitzen. Das Ziel der Delegation ist, den Geflüchteten Reisedokumente (“laissez-passer”) auszustellen um sie ohne Pass nach Guinea-Bissau abschieben zu können. Solche Anhörungen sind aufgrund von Kooperationen zwischen Deutschland/ Europa und anderen Ländern möglich. Menschen aus ganz Deutschland werden in dieser Woche nach Halle (Saale) eingeladen oder mit Polizeigewalt gebracht. Die deutschen Ausländerbehörden lassen die Menschen durch die Polizei abholen, wenn sie nicht zur der Anhörung gegangen sind.

Bitte informiere deine Freundinnen und Freunde, welche möglicherweise auch davon betroffen sein könnten!

Mehr Info_deutsch

[EU/Libyen] Menschenrechte über Bord

Die Europäische Union will die Zahl der ankommenden Flüchtlinge um jeden Preis verringern. Dafür kooperiert sie auch mit verbrecherischen Regimes. So sorgt zum Beispiel die Zusammenarbeit mit Libyen dafür, dass Schutzsuchende im europäischen Auftrag in ein Land zurückgebracht werden, in dem sie schweren Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt sind.

Pro Asyl hat eine E-Mail-Kampagne ins Leben gerufen: Wir protestieren gegen diese Deals auf Kosten der Menschenrechte! Helft uns dabei und fordert Bundeskanzlerin Angela Merkel dazu auf, umzukehren. Mitmachen

Mehr Hintergründe zur Situation in Libyen / Bericht einer Ärztin von Medicins sans Frontieres

We‘ll come united! Anmelden zum Mitfahren

Gemeinsam am 16. September 2017 zur großen „Welcome united!“ Demo und dem „CommUnityCarneval“ nach Berlin!

Der Aufruf in vielen Sprachen: Hier
welcome united auf Facebook / CommUnity Carneval auf Facebook

Es wird einen Reisebus aus Erfurt über Halle/Saale nach Berlin geben. Du willst mitfahren? Registrierung für eine Busplatz: Hier
Die Fahrt ist kostenlos. Du kannst aber etwas Spenden, wenn du möchtest. Der Bus fährt Abends wieder zurück nach Halle.
Genaue Infos zu Abfahrtsort und Zeit erhälst du dann per Mail.

[Persisch]

همه باهم در تاریخ 16سپتامبر 2017 به سوی راهپیمایی بزرگ welcome united! و CommonUnityCarneval در برلین

اطلاعات مربوطه در زبان های مختلف: اینجا
welcome united Facebook / CommUnity Carneval Facebook

برای سفر به برلین از هاله و ارفورت اتوبوس موجود میباشد اگر مایل به سفر هستید اینجا صندلی رزرو کنید: رزرو اتوبوس
سفر با این اتوبوس رایگان میباشد. اتوبوس عصربه ارفورت و به هاله برتان میگرداند.
اطلاعات دقیق تر وستعت حرکت اتوبوس را ازطریق ایمیل دریافت میکنید

[English]

At the 17th of September we go togehter to the big „Welcome united!“ Demonstration and to the „CommUnityCarneval“ to Berlin!

The call for the demo you can find here
welcome united Facebook / CommUnity Carneval Facebook

You can go by Bus to Berlin. The Bus will starts in Erfurt and stops in Halle/Saale. You want to join? Please register HERE
The travel is for free, but you can donate for it if you want. The Bus will return in the evening back to Halle and Erfurt.
Informations where and when the travel will starts you will get per E-Mail.

[Arabisch]

لنذهب معا وسويا إلى برلين للمشاركة في حفلة الكارنفال (CommUnityCarneval) وأيضا المشاركة في مظاهرة (Welcome United) وذلك كله بتاريخ السادس عشر من أيلول 16.9.2017

التفاصيل بعدة لغات تجدونها تحت الرابطCall
سوف تكون هنالك حافلة لنقل المشاركين منطلقة من مدينة ايرفورت مرورا بمدينة هالة. لتسجيل مقعد لكم في الحافلة، افتح الرابط التالي Anmeldung für den Bus
التسجيل للحافلة بالمجان ولكن باب التبرع مفتوح لمن يرغب. سوف تعود الحافلة مساءا إلى مدينة هالة. تفاصيل عن وقت ومكان انطلاق الحافلة تحصلون عليها بالايميل بعد التسجيل.

[Portugues]

No dia 17 de setembro nós iremos junt@s participar da manifestação “Welcome united” e da “CommUnityCarneval” em Berlin!

A chamada para a manifestação você pode encontrar aqui:
welcome united Facebook / CommUnity Carneval Facebook

Terá um ônibus que irá nos levar para Berlin, O onibus parte de Erfurt e irá parar em Halle/Saale.
Se você quiser participar por favor registre-se aqui: HERE
A viagem é gratuita, mas doações para os custos da viagem serão bem vindos caso você queira contribuir. O ônibus irá retornar a noite de volta para Halle e Erfurt. Informações de onde e quando se iniciará a viagem você irá receber por E-Mail após você ter se registrado.

[Französisch]

Aller ensemble á le grande manifestation „Welcome united“ (Bienvenue unie) et le „CommUnityCarneval“ à Berlin le 16 Septembre 2017 !

L‘appel en francaise: Ici

welcome united Facebook / CommUnity Carneval Facebook

Il y‘aura un entraîneur d‘Erfurt via Halle (Saale) à Berlin. Vous voulez aller ensemble? Enregistrement pour une siège dans le bus: ici
Le trajet est gratuit. Vous pouvez faire un don, si vous voulez. Le bus retourne à Halle et Erfurt le soir. Vous recevrez plus d‘informations détaillées sur le départ et l‘heure par e-mail.

25 Jahre später immer noch aktuell: Das Progrom von Rostock Lichtenhagen

Heute vor 25 Jahren, am 22.08.1992, begannen die tagelangen rechten Ausschreitungen gegen das sogenannte Sonnenblumenhaus in Rostock-Lichtenhagen. Wie kaum ein anderes „Ereignis“ haben sich die Tage und vorallem Nächte in dem ostdeutschen Plattenbaugebiet in das kollektive Gedächtnis eingeschrieben, auch wenn es auf einigen Seiten immer wieder Anfälle von Geschichtsamnesy zu geben scheint.
Doch waren es nicht nur organisierte Rechte und „aufgebrachte Bürgerinnen“, die willentlich das Leben der Menschen aus dem Sonnenblumenhaus auf Spiel setzten. Die verantwortlichen PolitikerInnen entzogen sich der Situation und die Polizei schaute dem Progrom nicht nur zu, sondern kriminalisierte Diejenigen, die sich dem rechten Mob entgegenstellten. Zeitgleich zu den Angriffen in Rostock und andernorts wurden im neuen deutsch-deutschen Bundestag unter der Federführung der CDU das Asylrecht faktisch abgeschafft.
13 Jahre später, 2015, wiederholte sich scheinbar die Geschichte: Eine größere Zahl von Migrierenden kommt in Deutschland in kurzer Zeit an, Rassismus wird wieder Salon- und Straßenfähig, die Gewalt gegen Geflüchtete und ihre Unterkünfte nimmt stark zu und der deutsche Bundestag beschließt eine Asylrechtseinschränkung nach der anderen.

Rückblickend auf 1992 hier einige Empfehlungen um sich mit dem Hergang und den Hintergründen auseinanderzusetzen:

* Die Chronik von 1992 als twitterchronik
*Film „The truth lies of Rostock“ von 1993
* Feature über die Situation der vitnamesischen VertragsarbeiterInnen in der DDR und die Auswirkungen der Wende für sie
* Hörspiel „Sonnenblumenhaus“

Welcome United: Fighting for social rights

Gemeinsam am 16. September 2017 zur großen „Welcome united!“ Demo und dem „CommUnity carneval“ nach Berlin!

Der Aufruf in vielen Sprachen: Hier
welcome united auf Facebook / CommUnity Carneval auf Facebook

Es wird einen Reisebus aus Erfurt über Halle/Saale nach Berlin geben. Du willst mitfahren? Registrierung für eine Busplatz: Hier
Genauere Infos zur Abreise folgen.



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