Archiv für August 2014

Selbstmord/Suicide im Lager Haldensleben

— English translation below — Version originale francophone à la suite —

Badra Ali Diarra von den Asylstrikern Berlin zum Selbstmord seines Freundes Amedy Mustapha Wade im Lager von Haldensleben am 18. August 2014

“Gestern morgen ist mein Freund Amedy Mustapha mit einem Seil um den Hals von der Terrasse seines Gebäudes im Lager von Haldensleben gesprungen.
Ich glaube, dass der Druck der deutschen Regierung Schuld daran ist: Du darfst nicht raus, Du bist wie ein Gefangener. Und die Mehrheit der Menschen, die in dem Lager arbeiten, sind richtige Rassisten. Darunter leiden wir sehr.

Seit zwei Jahren sind Amedy und ich hier, aber wir haben keine Rechte. Wir haben uns im Lager von Halberstadt kennengelernt. Dann wurden wir zusammen nach Harbke verlagert. Das Lager in Harbke befindet sich mitten im Wald, 4 Km von Helmstett entfernt, und es fahren nur zwei Busse am Tag. In Harbke ist jemand gestorben, weil nicht für seine Gesundheit gesorgt wurde: Er war an einem Samstag krank. Wir haben die Menschen vom Sozial benachrichtigt. Aber sie haben uns gesagt, bis Montag zu warten. Am Sonntag Abend ist unser Freund gestorben. Und das ist nicht alles! In der darauffolgenden Woche wurde jemand in seinem Bett vom Strom verbrannt. Zum Glück konnte er gerettet werden. Dann habe ich beschlossen, dass nicht länger im Lager leben kann. Ich bin nach Berlin zum Oranienplatz gegangen. Als ich bereits am Oranienplatz lebte wurden wir von Harbke nach Haldensleben verlagert.
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Keine Abschiebung von Mohamed Camara – Spendenaufruf und Petition

Magdeburg, 19.08.2014

Seit vergangenem Donnerstag ist Mohamed Camara im Kirchenasyl in Wolgast, Mecklenburg-Vorpommern. Mohamed sollte am 14.08.2014 im Zuge einer sogenannten „Dublin-Überstellung“ in die
Niederlande abgeschoben werden. Von dort aus wird eine weitere Abschiebung nach Mali befürchtet.

Petition gegen die drohende Abschiebung von Mohamed Camara mitzeichnen
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