Zur Situation der obdachlosen Refugee-Aktivisten in Berlin



Seit sechs Tagen hält eine Gruppe von Flüchtlingen das Dach ihrer letzten Unterkunft, ein ehemaliges Hostel, besetzt. Sie drohen sich vom Dach zu stürzen, wenn es zu einer Räumung kommen sollte. Derweilen haben die Behörden Strom und Wasser im Haus abgestellt. Die Versorgung der Dachbesetzer wird von der Polizei verhindert.
Zur Besetzung kam es, nachdem am Montag vergangene Woche die Flüchtlinge aufgefordert wurden am nächsten Tag ihre Unterkunft zu verlassen und in ihre Bundesländer zurückzukehren, da die Prüfungen ihrer Verfahren in Berlin abgeschloßen sein. Die individuellen Überprüfungen der Asylverfahren waren Teil des Agreements zwischen den AktivistInnen des O-Platzes und der besetzten Schule und dem Senat Berlin.

Erklärung der Dachbesetzer vom 27.08.
Artikel des Tagesspiegel vom 03.09. / 02.09. / 01.09.
Flüchtlinge aus Sachsen-Anhalt bei den Protesten Bericht des mdr

Mehr Hintergründe

TAZ: Berliner Senat betrügt O-Platz-Flüchtlinge „Eines Innensenators unwürdig“ Ist der Vertrag mit den Flüchtlingen bindend? Nein, sagt CDU-Innensenator Henkel. Dafür kritisiert ihn sogar der Koalitionspartner SPD.