Archiv für März 2016

[Griechenland] Zur Situation auf Chios

CHIOS: Police Neglect the Camp and Criminalise Activists Who Distribute Food, March 24, 2016


Camp Vial, Chios, Ressource: https://refugeetrail.wordpress.com/

Yesterday, March 23 2016, an activist on Chios reported about Police repression towards activists and moreover about the Police neglecting the camp in Vial.

On Tuesday, after a refugee protest had taken place inside the camp, some activists were arrested but later released. Then, yesterday, when they had gone to the camp and stood outside the fence to talk to refugees and hand them some food, the police came, took their ID and trespassed them from the place (which is a public road), saying it was a “restricted area”.

Moreover, they then heard the rumour from a person working for the NGO inside the camp that the police had left the camp, claiming that tensions between different refugee groups were too big. Later, we got the information from a refugee detained inside that three Syrian people were wounded in a fight, including a woman. It seems that after that, two or three police officers re-entered the site.

It seems that despite our efforts to bring the public to this place, there is still little to no press and the same small group of activists remaining as there was in the first place. The police can do pretty much anything, and people inside are in danger! They lack food, medicine, the sanitary situation is a catastrophe, there are no information and no access to asylum! And now, the police even try to keep away the only independent people who are monitoring this…

Find a detailed report on the previous incidents here, written by one activist who is on Chios: https://refugeetrail.wordpress.com/

[Balkanroute] Nach dem EU-Türkei-Deal


Plan des Lager Moria auf Lesvos

Der EU-Türkei–Deal und seine Konsequenzen
Nachdem am Freitag, den 18. März 2016 der EU-Türkei-Deal beschlossen wurde, wird er nun mit Hochdruck umgesetzt. In diesem Artikel, den wir laufend aktualisieren werden, verfolgen wir die Umsetzung mit einem groben Fokus auf Griechenland und die Ägäis.
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Zustände im Lager auf Chios, Quelle: Greek Refugee Forum

Über die aktuelle Lage auf Chios
[1] “The situation is so bad. No blankets, no place to sleep. They don’t talk to us, they don’t give us milk for children, and the food is bad. We are in a place like a prison, although we didn’t do anything wrong. We don’t get medical supplies and no doctor comes to see us, and they don’t give us any clothes or blankets. We sleep on the floor.”
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[2] Since yesterday, refugees arriving on the Greek islands have been detained to have them ready for deportation. They don’t know what’s happening to them, volunteers are mostly banned from assisting and the police doesn’t have instructions on how to register and manage the new arrivals. Now they must wait behind barbed wire fences, because Europe was in a hurry to stop them coming.
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[Halle/Saale] Kraftvolle Demonstration des Multikulti-Kollektivs gegen Rassismus und für Vielfalt


Fotos: Copyright bei „Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage“

Am Samstagnachmittag des 19.03.2016 versammelten sich über 400 Menschen aus aller Welt am Marktplatz um gegen den grassierenden Rassismus in Halle(Saale), Deutschland und Europa gemeinsam ein Zeichen zu setzen. Gemeinsam erhoben sie lautstark und kraftvolle ihre Stimme. Bezeichnend für die Demonstration war die Selbstorganisation und Mobilisierung durch Geflüchtete und Migrant*innen sowie die Vielfalt der Teilnehmer*innen.
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[Nachgehört] „We are in Europe, we have rights“ – ein Bericht aus Eidomeni

Von Radio Corax, 17.03.2016

Eigentlich könnte es so einfach sein: Die Balkanroute muss geöffnet werden, damit tausendfaches Leid zumindest minimiert wird. Damit Menschen nicht weiter zermürbt werden. Etwa in Eidomeni. Die Menschen, an der mazedosch-griechischen Grenze wollen dort weg – Richtung Nordeuropa, nicht zurück. Und dafür harren sie in einer Hölle aus, teilweise seit Wochen. Wir sind vor Ort und machen das, was hierzulande kaum passiert: Wir lassen die Menschen in ihrer desaströsen Lage zu Wort kommen.

Beitrag (auf dt/engl) anhören

Internationaler Tag gegen Rassismus / Demo in Halle und Salzwedel / Europaweite Aktionswoche

19. März / Internationaler Tag gegen Rassismus

Halle/Saale / 17 Uhr Demo / Treffpunkt Marktplatz / ab 21 Uhr Konzert und Party im Welcome-Treff
Flyer auf deutsch / English / Francaise /portuguese

Salzwedel / um 10:00 Uhr Demo / Start am Rathausturm/Schwarzen Adler / Abschlusskundgebung auf dem Nicolaiplatz


12. – 21. März / Europaweite Aktionswoche gegen Rassismus und für Vielfalt

Protestkundgebung vor der Botschaft von Burkina Faso am 14.03. in Berlin

Schluss mit staatlichem Menschenhandel! Schluss mit der Kollaboration zwischen der Botschaft von Burkina Faso und den deutschen Abschiebebehörden!

Protestkundgebung vor der Botschaft von Burkina Faso
Montag 14.03.2016 / 12.30 – 15.00 Uhr / Karolingerplatz 10-11, Berlin-Charlottenburg-Wilmersdorf (U-Bahnhof Theodor-Heuss-Platz)

Flüchtlinge aus Burkina Faso protestieren gegen die Geschäfte zwischen den Regierungen von Burkina Faso und Deutschland. Sie sollen nach langjährigem Aufenthalt in Deutschland abgeschoben werden.
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[Halle/Saale] Identitären und NPD in der Stadt unterwegs

+++Eilmeldung+++ NPD Heute, 10.3.2016 ab 12 Uhr auf dem Hallmarkt+++Bitte teilen!+++
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[Balkanroute] Solidarität statt Grenzen!

Spendenaufruf für die geflüchteten Menschen in Griechenland vom Antirassistischen Netzwerk Sachsen-Anhalt


Idomeni, camp, copyright: Amir Karimi

Halle/Saale, den 09.03.2016

Es sind bewegende und erschütternde Nachrichten und Bilder, die uns täglich aus Griechenland und im speziellen aus Idomeni an der mazedonischen Grenze erreichen. Um die 15.000 Menschen, darunter viele Frauen und Kinder, sitzen nach Schätzungen der „Ärzte ohne Grenzen“ [1] in dem kleinen Ort fest und warten auf die Möglichkeit einer Weiterreise an einen sicheren und menschenwürdigen Lebensort.
„Wie Hunde! Wir warten hier unter unerträglichen Zuständen, die nicht einmal für Tiere angemessen wären.“ sagt eine junge Frau, die seit Tagen an der Grenze ausharrt, berichtet das „Welcome to Europe Infomobil“. [2] Die Hoffnung auf eine neue Grenzöffnung in Idomeni wurde den Wartenden nun endgültig genommen. Während dieser Spendenaufruf entstand, wurde die Balkanroute komplett geschlossen.

Ein Aktivist, der vor Ort in Idomeni ist, berichtete uns von den katastrophalen Zuständen im Camp. Die mobile Küche, in der er arbeitet, schafft es mit ca. 70 Leuten etwa 8000 Essen am Tag für die Menschen im Lager zu kochen. Die Bedingungen unter denen die Versorgung stattfindet, gestalten sich schwierig, zum Einen was die Zusammenarbeit mit den Behörden betrifft, als auch die finanzielle Sicherheit. Da der mobilen Küche in den nächsten Tagen das Geld auszugehen droht, bitten sie um Unterstützung.

Wir rufen daher dazu auf, einen direkten, solidarischen Beitrag zu leisten. Das gespendete Geld leiten wir direkt an die vor Ort aktiven Kochgruppen weiter oder geben es nach Bedarf an Aktivisten, damit diese die Kosten für benötigte Materialien und Transporte decken können.

Das Spendenkonto:

Verein zur Förderung antirassistischer Arbeit in Sachsen-Anhalt n.e.V.
IBAN: DE76 8005 3762 1894 0553 02
BIC: NOLADE21HAL
Verwendungszweck: Balkanroute

Der Verein kann keine Spendenquittungen ausstellen.
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[Mühldorf] Detention news from Bavaria / Bayerische Gefängnisnachrichten

Das Antirassistische Netzwerk solidarisiert sich mit den Hungerstreikenden in der JVA Mühldorf und fordert die Freilassung der Inhaftierten und die sofortige Aussetzung ihrer Abschiebung!

ACTIVIST OF REFUGEE STRUGGLE FOR FREEDOM RELEASED AFTER 56 DAYS IN PRISON! / ANOTHER ACTIVIST DETAINED! / IN MÜHLDORF DEPORTATION PRISON STILL ONE REFUGEE IN HUNGERSTRIKE!

deutsche Version weiter unten

On Monday, 29.02.2016 Ali A., an activist of the Refugee Struggle for Freedom was released from jail. Two days later, on 02.03.2016 another activist of the group – Ali H. – has been put in prison.

Ali A. was taken on 05.01.2016 in the prison Landshut in custody. He was accused of resisting police officers and trespassing under protest. As an activist of the „Refugee Struggle for Freedom“ Ali A. fought for the right to stay and against deportations, amongst other actions with a thirst strike in March 2014 in Dingolfing and with the occupation of the courtyard of the Federal Office for migration and refugees (BAMF) in Nuremberg in July 2014.
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[Basel/Schweiz] Wir bleiben! Festnahmen im Kirchenasyl

Das Antirassistische Netzwerk solidarisiert sich mit den Menschen der Initiative „Wir bleiben“ und fordert die Freilassung der Inhaftierten und die sofortige Aussetzung ihrer Abschiebung oder wie es im Schweizerischen heisst Ausschaffung!

Wir bleiben – voller Kraft zur Veränderung!

„Seit dem 7. Februar 2016 leben wir in der Matthäuskirche. Wir sind eine Gruppe von Menschen, welche von der schweizerischen Migrationspolitik betroffen sind. Einige von uns sind betroffen, weil wir dem unmenschlichen Umgang mit Migration in diesem Land nicht länger zusehen können. Andere von uns sind betroffen, weil wir in richtige und falsche Migrant*innen eingeteilt werden und von Diskriminierung, Haft und Ausschaffung bedroht sind.“ weiterlesen

3. März 2016 – Die Kirche wurde geräumt. Die acht Bewohner wurden inhaftiert!

Pressemitteilung „Verhaftung der Schutzsuchenden in der Matthäuskirche“ lesen

Nach den verschiedenen Medienverlautbarungen des Kirchenrats gestern war es nicht ganz verwunderlich, dass die Behörden sich eingeladen gefühlt haben, in den den Räumen der Kirche eine Personenkontrolle durchzuführen. Die anwesenden Geflüchteten sind dabei wie Kriminelle verhaftet und abgeführt worden, obwohl den Behörden ihr Aufenthalt jederzeit bekannt war. Es wurde uns nicht einmal erlaubt, von unseren Freunden ein Wort zu hören und ihnen Auf Wiedersehen zu sagen.

DEMONSTRATION, HEUTE 17:30 MATTHÄUSPLATZ, BASEL
Solidarisiert euch! Bringt euer Statement! Wir bleiben!

Weitere Informationen unter wirbleiben.info
und facebook.com/wirbleibeninbasel
Nachfragen an wirbleibe[at]immerda.ch

[Landkreis Wittenberg] Schüsse auf geplante Unterkunft in Gräfenhainichen

„Nach den Schüssen – Hat Gräfenhainichen die rechte Gefahr nicht ernst genommen?“ fragt sich die Journalistin Lydia Jakobi auf MDR INFO

Sie schreibt weiter: „Schüsse auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft – in Gräfenhainichen erreichte die Gewalt gegen Asylsuchende am Wochenende eine neue Stufe. Nur durch Zufall wurde niemand verletzt. Und das alte Bürogebäude, in dem die Stadt 80 Flüchtlinge unterbringen wollte, ist nicht zum ersten Mal Ziel eines Anschlags geworden. Wird Gräfenhainichen ein zweites Clausnitz oder Heidenau?“

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Mehr Presse zum Thema (Auswahl):

MDR
Zeit online
Radio Corax
MZ

[Halle/Saale] Protest gegen AfD-Werbestand

[Halle/Saale] Brandanschlag und neonazistisch Schmierereien

Presseerklärung vom Haus- und Kulturprojekt „Hasi“, 29.02. 2016

In der Nacht vom 27.02 zum 28.02.2016 um ca. 1 Uhr zündeten Unbekannte vor dem Projekthaus „HaSi“ in der Hafenstraße 7 einen Transporter an. In der Nacht zuvor wurden zwei weitere Transporter mit Hakenkreuzen beschmiert. Freitag Nacht beschmierten Unbekannte zwei vor der Hafenstraße 7 parkende Transporter mit Hakenkreuzen. In derselben Nacht wurde die SPD-Geschäftsstelle in Halle (Saale) mit dem Schriftzug „Volksverratten“ beschmiert, zudem wurde ein Parkplatzschild mit Stickern der „KuKluxKlan Sektion Halle (Saale)“ beklebt.1 Verbindungen Hallenser NeoNazis zu den Terrororganisationen KuKluxKlan und NSU sind hinreichend belegt.2 Wir vermuten einen Zusammenhang der beiden Taten. In der folgenden Nacht um ca. 1 Uhr zündeten Unbekannte den Transporter eines Besuchers des Projekthauses „HaSi“ an. Der Brand wurde glücklicherweise von einer vorbeifahrenden Person entdeckt. Das Feuer konnte sofort gelöscht werden, sodass kein großer Schaden entstand.

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