Archiv für April 2016

[Griechenland] Petition: Skype ist keine Lösung

Dies ist eine Petition von Geflüchteten, die in Idomeni an der griechisch-mazedonischen Grenze festsitzen. Asylsuchende sind in Griechenland gezwungen per Skype-Telefonat ihren Antrag auf Asyl zu stellen. Dafür müssen sie eine Skype-Nummer wählen, die nie erreichbar ist.

Petition mitzeichnen: Für eine persönliche Asyl-Beratung für Flüchtlinge in Griechenland

[Hotel City Plaza/Athen] Spendenaufruf/Call for donations

Welcome to the Hotel Plaza

Am Vormittag des 22. April 2016 haben AktivistInnen gemeinsam mit Geflüchteten ein leerstehendes Hotel in der nördlichen Athener Innenstadt besetzt. Ihr Ziel: Eine würdevolle Unterbringung für Geflüchtete in kollektiver Organisation, ein Raum für Entspannung, Austausch, Solidarität, Bildung und Spaß.

Hier soll nun möglich gemacht werden, worin der griechische Staat und die Hilfsorganisationen bisher versagen: Unterbringung und Versorgung hunderter Geflüchteter, ungeachtet ihres Status‘ oder Staatsangehörigkeit. Dafür braucht das Projekt Geld, viel Geld. Es soll täglich gekocht werden, eine saubere und schöne Unterbringungx ermöglicht werden, kurzum: ein laufender Hotelbetrieb aufrecht erhalten werden. Wir rufen hiermit alle auf, für dieses großartige Projekt zu spenden und die mutigen Geflüchteten und AktivistInnen, die die Initiative ergriffen haben, zu unterstützen!

Spendenaufruf / Call for donations

Mehr Infos:
solidarity2refugees.gr
twitter.com/sol2refugees
auf facebook
moving-europe.org

Für ein menschenwürdiges Ankommen, Wohnen und Leben geflüchteter Menschen in Sachsen-Anhalt

Bestandsaufnahme – Forderungen – Umsetzungsvorschläge

Eine Broschüre des Flüchtlingsrates Sachsen-Anhalt, Quelle

„Im Jahr 2012 hat das Land die „Leitlinien für die Unterbringung und soziale Betreuung von nicht dauerhaft aufenthaltsberechtigten Ausländern“ im Austausch mit zivilgesellschaftlichen Organisationen erarbeitet. Darin werden Mindeststandards für die Unterbringung in sogenannten Gemeinschaftsunterkünften geregelt. Viele bereits damals angesprochene Kritikpunkte blieben unberücksichtigt.

Diese Broschüre ist ein Beitrag zur Weiterentwicklung der Leitlinien zu einer verbindlichen und umfassenden Regelung mit dem Ziel, die menschenwürdige Unterbringung zu gewährleisten, die Rechte der Geflüchteten zu stärken und eine umfassende gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen.

Dazu wird erstens der Rahmen für die Flüchtlingspolitik des Landes rekonstruiert. Zweitens werden die Bestimmungen der Leitlinien daraufhin überprüft, ob sie ausreichend sind, um in den sogenannten Gemeinschaftsunterkünften menschenwürdige Bedingungen für die Geflüchteten zu schaffen. Drittens werden konkrete Forderungen mit dem Ziel eines umfassenden Unterbringungs- und Integrationskonzepts formuliert. Anhand guter Beispiele werden konkrete Umsetzungsvorschläge für ein solches Konzept in die politische Diskussion eingebracht.

Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Aufnahmesituation zeigt sich, dass es dringend neuer Konzeptionen für die menschenwürdige Unterbringung und Aufnahme geflüchteter Menschen braucht.“

[Airport Leipzig-Halle] Abschiebealarm – Deportation Warning – Vëmendje për shkak të Dëbimeve (Deportimeve)

Abschiebealarm

Uns hat heute die Information erreicht, dass es in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch (19./20.4.2016) und in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag (20./21.4.2016) Abschiebungen in den Kosovo und möglicherweise auch andere Länder der Region geben wird. Vermutlich handelt es sich bei den Abschiebungen um Sammelabschiebungen, die jeweils am Mittwoch und Donnerstag Vormittag vom Flughafen Halle/Leipzig aus stattfinden werden. Es ist davon auszugehen, dass erneut Menschen, die sich in den neuen Bundesländern aufhalten, davon betroffen sind und gegen ihren Willen in der Nacht oder am frühen Morgen von der Polizei abgeholt und zum Flughafen transportiert werden.

Bitte informiert potentiell Betroffene Menschen in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg und leitet die Information so schnell wie möglich an Betroffene und Unterstützende weiter.

*****

[English]

Deportation Warning
(mehr…)

[Pressemitteilung] Ein Lehrstück über gewaltfreien Widerstand

Gut besuchtes Fahrradkino über den Aufstand in Burkina Faso. Kritik an Abschiebeplänen Burkina Fasos und Deutschlands.

Von no lager Halle, den 14.04.2016


Diskussion nach dem Film „Mit bloßen Händen“ im Fahrradkino

Plakat zum Film

Am Mittwochabend versammelten sich rund 70 Menschen zum Fahrradkino in den Räumen des Postkult e.V. Die Gruppe „Burkina Sachsen-Anhalt“ zeigte den Film „Revolution mit bloßen Händen. Le trajectoire d`un peuple. Le Burkina Faso“, eine Dokumentation des gewaltfreien Sturzes der Diktatur Blaise Compaorés im Jahre 2014. Unterstützt wurde die Veranstaltung von No Lager Halle. Eine Besonderheit dabei: Der Strom für das Kino wurde von sieben Fahrrädern produziert, die von „CultureConAction“ bereitgestellt wurden.
Der Film gab einen inspirierenden Einblick in die gewaltfreie Aufstandsbewegung Burkina Fasos gegen ein diktatorisches Regime unter dem die gesamte Bevölkerung zu leiden hatte. Er ließ ihre AkteurInnen zu Wort kommen und dokumentierte ihre Aktionen, ihre Ängste und Hoffnungen für die Zukunft. Als Beispiel für einen waffenlosen Widerstand gegen den Staat erhält der Film jedoch auch Bedeutung über die Grenzen des westafrikanischen Landes hinaus, kann er doch als äußerst lehrreich für friedlichen Protest gegen Ausbeutung und Unterdrückung gelten.
(mehr…)

[Griechenland] Von der Entmündigung protestierender Geflüchterer


Foto: Quelle

Nach den schweren Anschuldigungen gegenüber freiwilligen HelferInnen in Idomeni und der damit gleichzeitig einhergehenden Entmündigung der Geflüchteten, sollen an dieser Stelle zwei Texte dokumentiert werden, die einen anderen Blick auf die Situation in Griechenland werfen.

DIE WILLENLOSE MASSE

Wenn Flüchtlinge protestieren, folgt gleich die Unterstellung, sie seien von AktivistInnen angestachelt oder von Medien in Szene gesetzt worden.

Von Noëmi Landolt, woz
den ganzen Artikel lesen

INDEPENDENT VOLUNTEERS ARE NOT RESPONSIBLE FOR EU VIOLENCE

by Independent Volunteers of Idomeni, Aid Delivery Mission and The Shorba Crew, 12.04.2016
Source

We, the independent volunteers of the Shorba Crew and other groups in Idomeni have not been starting protests in the camps and strongly resent accusations by the media that we are ‚fake volunteers‘. Since January, The Shorba Crew have cooked over 500,000 meals and served them in and around Idomeni camp. Media and police has accused volunteers of starting the protests in camp which have been responded to with the sickening and indiscriminate violence of the FYROM border forces. As a result volunteers have been subject to intensified police harassment.

Yesterday (12/04/16) three volunteers were illegally detained while driving to the Idomeni camp. The reason given was to provide identification – something that we all do regularly on site.
(mehr…)

„Daily Resistance“ is now out!

It is a newspaper published and written by people, so-called refugees, who don’t accept their disfranchisement by the German state. They write about their fight and share their opinions to reach out to people who are in the same situation. It will be published monthly. Read the Newspaper-PDF

The authors and publishers are actively fighting against the criminal German state and the establishment suiting themselves. You can join and contribute to the newspaper as an author or join as translater, lecturer, editor, photographer, distributer, get in contact with us: dailyresistance[at]oplatz.net.

Read more about the project

[Greece] Current independent informations for refugees

Collected and checked by the w2eu.info team

1) Family reunification under Dublin: english
(Arabic and Farsi translations are under preparation and will follow soon!)

2) Relocation from Greece: english / arabic

3) What I need to know about the conclusions of the EU-Turkey summit of 18.3.2016 and the current situation in Greece:
english / arabic / farsi

[Greece] The solution of the EU, is it working?

by Aid Delivery Mission

Still no solution: People’s lives have literally been put on hold.

Told to wait without promise of anything and almost no information. This is inhuman and degrading treatment! Asked to move to other camps – yet without transparency, nor information provided. No assurance if there will be access to necessary services and if freedom of movement will be further restricted.
(mehr…)

[Greece] Violent Consequences of EU Policies in Idomeni Camp


photo by bordermonitoring.eu

by Aid Delivery Mission, 11 of April 2016

Once again Aid Delivery Mission is on the ground dealing with the violence unleashed on the people in Idomeni camp.

As of noon Saturday, we became aware flyers from an unknown source were being circulated. They were calling for a protest and border crossing on Sunday morning. Global media has shown how people assembled, the fence was breached and people attempted to cross. As we have witnessed before, the Macedonian forces’ response was excessively brutal and indiscriminate. While ADM was serving hot food, independent volunteers had to assume the role of emergency medics, working alongside MSF and other volunteers to treat men, women, and children for tear gas, concussion grenade and rubber bullet injuries. We expected there could be violence but we were horrified as Macedonian forces fired teargas canisters directly into peoples living spaces and targeted our soup line. People are fleeing terror in their homelands, only to have it forced upon them again as a further result of EU policy. The camp was turned into a war-zone.
(mehr…)

Die Familie von Dulijeta A. – Ein Bericht und Spendenaufruf


Abflug der Airberlinmaschine, mit der die Familie im Januar 2016 angeschoben wurde

Ausführlicher Bericht zur Situation der Familie
vom Unterstützungskreis Familie A./K. / In Zusammenarbeit mit dem Antirassistischen Netzwerk Sachsen-Anhalt
als pdf lesen

Spendenaufruf

Magdeburg, den 20.03.2016

Die Familie besteht aus den Eltern Dulijeta und Fejzula und den vier Kindern Dennis (10 Jahre), Elmedina (8 Jahre), Bilal (5 Jahre) und Fatima (2 Jahre). Die Familie gehört zur Minderheit der Roma aus dem Kosovo. Weil sie im Kosovo auf der Straße leben mussten und keinerlei Hilfe erhielten, floh die Familie nach Serbien. Auch dort waren sie zur Obdachlosigkeit verdammt und lebten in ständiger Angst vor Überfällen. 2013 floh die Familie weiter nach Deutschland und lebte in Magdeburg. Ihr Antrag auf Asyl wurde abgelehnt.

Am 26.01.2016 wurde die Familie durch die Ausländerbehörde Magdeburg abgeschoben. Die Abschiebung wurde trotz eines laufenden Antrags bei der Härtefallkommission Sachsen-Anhalts (HFK) und einer Petition [2] für ein Bleiberecht für die Familie durchgeführt.
(mehr…)

For refugee women in Germany, solidarity is non-negotiable

by Laurie Penny, published on NewStatesman, 1 April 2016

These women are trying to eke out an existance in the no-man’s land between the Islamists and far right groups. Acts of compassion – and translation – matter.

By now, everyone has an opinion on immigration and Islamophobia – but some people’s opinions seem to matter more than others’. That is what I discovered on the morning after the terrorist attacks in Brussels, sitting down to talk politics over lukewarm coffee with a group of women refugees in Germany. “When things like this attack happens, or when bombs happen, we feel worse, we feel frightened,” says Fatima, a Muslim who escaped a forced marriage in Guinea-Bissau. “It affects us, ­always. It takes away our position here and it gets worse with every attack.”
(mehr…)

[Nachgehört] Griechenland und der EU-Türkei-Deal

Asyl, inhaftierte Flüchtlinge und die Frage nach Demokratie und Solidarität. Ein Feature aus Athen. Produziert von Radio Corax aus Halle

Seit mehr als einer Woche werden in Griechenland alle Geflüchteten, die auf den Inseln ankommen, in Gefangenschaft genommen. Dies ist im Rahmen eines Abkommens zwischen der EU und der Türkei so vorgesehen. Am Mittwoch wird im griechischen Parlament über die Verabschiedung dieses Abkommens in Griechenland abgestimmt. Dafür muss die Türkei zum sicheren Drittstaat erklärt werden.
Im Folgenden schauen wir aus diesem Anlass nach Griechenland. Schon seit Wochen stecken tausende Geflüchtete hier fest. Wie sehen sie die Situation? Und wie ist die Stimmung in Griechenland, nachdem erneut eine EU-Direktive durchgedrückt wird? Was passiert mit der großen Solidaritätsbewegung mit den Flüchtenden? Und was ist eigentlich ein sicherer Drittstaat?

Feature anhören