Archiv für Mai 2016

[Griechenland] Camp in Idomeni wird geräumt. Offiziellen Camps werden keine Verbesserung darstellen


Protestbanner gegen die erste große Räumung, Idomeni, Dez 2015

Bereits in den vergangenen Tagen gab es immer wieder Gerüchte über eine geplante Räumung des informellen Camps Idomeni an der griechisch-mazedonischen Grenze. Seit heute Morgen sind rund 1000 Polizisten vor Ort und zwingen die Geflüchteten in Busse einzusteigen, die sie in offizielle Camps bringen. Dass die Lebensbedingungen in diesen staatlichen Lagern keine Verbesserung darstellen, zeigt die umfangreiche Recherche von bordermonitoring.eu und moving europe. Bereits seit gestern wurden AktivistInnen und JournalistInnen am Betreten des Camps an der Grenze gehindert. D.h. für die Räumung heute: sie findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Was vor Ort passiert, kann auf moving europe verfolgt werden oder auf twitter.


Camp Chalkero, April 2016

FLUGHAFEN LEIPZIG-HALLE – Umschlagplatz für Luftfracht und Menschen

[english version below] [version francais en bas]

27. Mai 2016
Demonstration und kritische Flughafenbegehung

Erleben Sie die besondere Atmosphäre des stetig wachsenden Flughafens Leipzig/Halle und genießen Sie den Service, der Ihnen dort geboten wird: Ob Urlaub, Geschäftsreise, Besuch des Katholikentags, Auslandseinsatz oder Abschiebung – Sie haben die Wahl. (Sofern Sie einen Aufenthaltstitel haben)

Für viele Menschen, die in Deutschland das Recht auf Asyl einfordern, endet jedoch spätestens hier jegliche Freiheit! Tausende von Menschen werden in Form von Einzel- und Massenabschiebungen in Länder abgeschoben, die von Politiker*innen, fern ab von den realen Umständen und/oder Bedrohungsszenarien für jede*n einzelne*n, als sicher oder verantwortlich deklariert werden! Und dies passiert ungesehen und ungehört, maximal erwähnt als Fleißmoment sächsischer und sachsen-anhaltinischer Landespolitik, welche sich mit der Effizienz der eigenen menschenverachtenden Politik rühmt.

Lasst uns diese Verhältnisse sichtbar machen, uns ihnen widersetzen und zeigen, dass wir diese nicht tolerieren!

Wann gehts los?

15 Uhr Auftakt-Kundgebungen in Halle /Saale, Bahnhofsvorplatz und in Leipzig, Bahnhofsvorplatz
Danach gemeinsame Zug-Anreise zum Flughafen Halle/ Leipzig
16.15 Uhr Demo am Flughafen
19 Uhr Küfa in der Hafenstraße 7 in Halle/ Saale

Mehr Infos:

Kurzer Aufruf als Flyer zum selber drucken und verteilen
Längere Aufruf des antiranetlsa auf deutsch
Facebook Seite zur Aktion
Interview vom 20.05.2016 zur Aktion auf Radio Corax

Infos zu Sammelabschiebungen vom Flughafen LE/H
Dokumentation eines Einzelfalls zu den Konsequenzen einer Abschiebung

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Sprachkurse für alle! Petition mitzeichnen!

*farsi and english version below.*

Deutsch lernen zu können, ist Voraussetzung für Integration und Teilhabe am öffentlichen Leben. Die Möglichkeit zu arbeiten und ein selbständiges Leben zu führen, hängt maßgeblich von der Fähigkeit sprachlicher Verständigung ab. Nach wie vor gibt es in Deutschland keine flächendeckende Bereitstellung von Sprachkursen für geflüchtete Menschen. Das muss sich ändern! Wir fordern die flächendeckende Bereitstellung von Sprachkursen für alle geflüchteten Menschen in Deutschland.

Den ganzen Petitionstext lesen und Petion mitzeichnen

[München] Polizei schikaniert Gäste von NSU-Watch nach Besuch an einem NSU-Tatort


Habil Kılıç (38 Jahre) hatte in der Bad-Schachener-Straße seinen Gemüsehandel. Dort wird er im November 2001 erschossen

NSU-Watch, 14.5.2016

Münchener Polizeibeamte schikanierten am vergangenen Mittwoch (11.5.2016) auf skandalöse Art und Weise eine Gruppe von Stipendiat_innen der Rosa-Luxemburg-Stiftung nach deren Besuch des Ladens, in dem Habil Kılıç (38) am 29. August 2001 vom NSU ermordet wurde.

Die Stipendiat_innen der Rosa-Luxemburg-Stiftung, die zum Thema NSU forschen und sich für die Aufklärung des NSU-Komplexes engagieren, besuchten seit Montag, den 9. Mai 2016, den NSU-Prozess, das Theaterstück „Urteile“ im Residenztheater und die Initiative NSU-Watch. Am Mittwoch fuhren die Teilnehmenden nach dem Prozess zu einem Gedenken an Habil Kılıç und zur Rekonstruktion des Tathergangs seiner Ermordung in die Bad-Schachener-Straße, wo sich neben dem Tatort auch eine Polizeistation befindet. Wie die Betroffenen schilderten, nahm eine Person von ihnen Fotos des Polizeigebäudes in der Blickachse zum Tatort auf, als zunächst eine Polizistin und Kollegen in zivil auf sie zukamen. Die Polizeibeamt_innen unterzogen die Gruppe einer schikanösen und diskriminierenden Personenkontrolle.
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[Lesbos/GR] No Border Küche braucht Unterstützung und Spenden


Räumnung und Zerstörung der No Border Küche auf Lesbos Ende März 2016

Video über die Küche
updated version of the NBK manifesto

After the eviction of our camp we have faced many structural and personal problems. We had to see our friends go to jail and were target of police and state repression. Nevertheless we have decided that we want to continue supporting the needs and political struggles of migrants and refugees on the island. As many of our old supporters are leaving the island soon, we are looking for people that want to help building and creating a new structure together with our friends from Tsamakia beach.
The situation on the islands is still difficult. Many are trapped here and may be for the coming months. The conditions in the detention prison in Moria are horrible: People are lacking basic needs like shelter and food and are object of (police-)violence on a daily base. As almost all the NGOs have left the island or gone on „standby“, there’s few support
structures left, especially for those refusing to live in a prison or stand the conditions in Moria.
We want to create an alternative space to support the needs of the people stranded here and need creative minds to go on with NBK Lesvos. To have a start budget for this, we are also in need of financial support. If you want to support us financially, please use the following

bank details:

Rote Hilfe OG Salzwedel
IBAN: DE93 4306 0967 4007 2383 12
BIC: GENODEM1GLS
Comment: NBK Lesvos

Still fighting for freedom of movement for all,
The crew of No Border Kitchen Lesvos

[Türkei] Grenzschützer töten und verletzten Asylsuchende

Laut einem Bericht von Human Rights Watch kam es an der Grenze zwischen der Türkei und Syrien in den vergangenen Monaten vermehrt zu gewalt vollen Übergriffen und Push-Backs gegenüber syrischen Flüchtlingen. Bereits fünf Tote und vierzehn zum Teil schwer Verletzte zählte die Organisation. Dieses Vorgehen widerspricht der von der Türkei erklärten Politik der „open borders“ für Asylsuchende aus Syrien.

Den Bericht lesen / auf englisch

Common Voices Radio On Air

Mehrsprachige Infos als Pdf

Common Voices Radio
- mehrsprachiges Radio für Halle und Umgebung

Common Voices Radio ist eine Sendung von Geflüchteten und MigrantInnen in Halle und Umgebung. Wir bringen Fragen, Themen und Probleme, die für Geflüchtete wichtig sind ins Radio. Gemeinsam wollen wir Radio als Brücke für ein verständnisvolleres Miteinander nutzen.
Die erste Sendung ist am 5. Mai 2016 ab 17 Uhr On Air auf Radio Corax 95.9 FM oder im live stream unter www.radiocorax.de.
Dann jeden Donnerstag 17 – 18 Uhr

Common Voices auf Facebook

commonvoices.radiocorax.de

[nachgehört] Besetzung eines Hotels in Athen zur Unterstützung Geflüchteter

Am Vormittag des 22. April wurde ein leerstehendes Hotel in der nördlichen Athener Innenstadt besetzt. Radio Corax berichtet über die Notwendigkeit und Hintergründe. Ein Audiobeitrag von Radio Corax aus Halle.

Beitrag anhören

Wer das Hotel und die BesetzerInnen unterstützen möchte, kann spenden: