[Burg] In Gedenken an Maman Sani

Am 12. Spetember 2018 ist Maman Sani verstorben. Er lebte in der sogenannten Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete in Burg. Er erlag den Folgen einer schweren Krankheit. Die Umstände, die zu seinem Tod geführt haben, werfen viele Fragen auf in Bezug auf die Arbeit der BetreuerInnen der Unterkunft und in Bezug auf das zweierlei Maß, mit dem Menschen ganz anscheinend medizinisch (Not-)versorgt werden.

Wir möchten an dieser Stelle nachträglich unsere Trauer und unsere Wut über diesen sinnlosen Tod ausdrücken.
Antirassistisches Netzwerk Sachsen-Anhalt

Die Gruppe Lampedusa Berlin schreibt ausserdem:
Wir trauern um unseren geliebten Bruder Maman Sani aus Niger, der heute verstorben ist. Wir sind wütend und verzweifelt über die Umstände, die zu seinem Tod führten.
Am Samstag ist er in seinem Lager in Burg kollabiert. Die Verantwortlichen weigerten sich, einen Notarztwagen zu rufen. Seine afrikanischen Brüder waren gezwungen, die Polizei einzuschalten, welche dann schließlich Hilfe holte. Durch die circa 2-stündige Verzögerung ist er ins Koma gefallen und daraus nicht wieder erwacht. Heute verstarb er in Magdeburg im Krankenhaus. Wir haben bislang keine Informationen, was zu seinem Tod führte, welche gesundheitlichen Probleme er hatte, was zu diesem Disaster führte.
Wir sind verzweifelt!


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