Archiv der Kategorie 'Bundesweit'

[Halle] 04. – 11.09.2017 ATENÇÃO! Warning! Warnung!

ATENÇÃO: Entrevista de deportação com a delegação de GUINÉ-BISSAU do dia 4 ao dia 11 de Setembro 2017 no escritório da Administração da Região Saxônia-Anhalt („Landesverwaltungsamt“) em Halle/Saale

Do dia 4 ao dia 11 de Setembro 2017, um delegação oficial de Guiné-Bissau estão vindo para o escritório da Administração da Região Saxônia-Anhalt em Halle/Saale com intuito de identificar quem não tem passaporte. O objetivo desta delegação é emitir um outro documento de viagem (laissez-passer“) para deportar refugiadas e refugiados que não possuam passaporte para Guiné-Bissau. Estas deportações só são possíveis devido a cooperação entre Alemanha/ Europa e estes países. Pessoas de todas as partes da Alemanha foram convidadas ou trazidas para Halle (Saale) pela polícia nesta semana. O escritório de estrangeiros (Ausländerbehörde) está pedindo assistência da polícia para buscar os refugiados se eles não forem na audiência.

Por favor informe os seus amigos e amigas os quais provavelmente podem ser afetados por estas entrevistas de deportação!

Mais informações_português

WARNING: Deportation hearing with a delegation from GUINEA-BISSAU from 04.09.2017 -11.09.2017 at Administration Office Saxony-Anhalt („Landesverwaltungsamt“) in Halle/Saale

From 04.-11.September, a delegation from Guinea-Bissau is coming to Administration Office Saxony-Anhalt in Halle/Saale to identify refugees who have no passport. Their aim is giving out travel documents (“laissez-passer”) to deport them to Guinea-Bissau. Such deportations are possible due to cooperations with Germany/ Europe and other countries. People from all over Germany are invited or brought to Halle (Saale) by police for this week. The German authority for foreign affairs (Ausländerbehörde) are asking police assistance to pick up people if they did not go to the hearing.

Please inform your friends who probably could also be affected !

More infos_english

WARNUNG: Abschiebungs-Anhörung mit Delegation aus GUINEA-BISSAU vom 04.09. – 11.09.2017 im Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt in Halle/Saale

Vom 04.-11. September 2017 kommt eine Delegation aus Guinea-Bissau in das Landesverwaltungsamt Halle/Saale um dort Geflüchtete zu identifizieren, welche keinen Reisepass besitzen. Das Ziel der Delegation ist, den Geflüchteten Reisedokumente (“laissez-passer”) auszustellen um sie ohne Pass nach Guinea-Bissau abschieben zu können. Solche Anhörungen sind aufgrund von Kooperationen zwischen Deutschland/ Europa und anderen Ländern möglich. Menschen aus ganz Deutschland werden in dieser Woche nach Halle (Saale) eingeladen oder mit Polizeigewalt gebracht. Die deutschen Ausländerbehörden lassen die Menschen durch die Polizei abholen, wenn sie nicht zur der Anhörung gegangen sind.

Bitte informiere deine Freundinnen und Freunde, welche möglicherweise auch davon betroffen sein könnten!

Mehr Info_deutsch

[EU/Libyen] Menschenrechte über Bord

Die Europäische Union will die Zahl der ankommenden Flüchtlinge um jeden Preis verringern. Dafür kooperiert sie auch mit verbrecherischen Regimes. So sorgt zum Beispiel die Zusammenarbeit mit Libyen dafür, dass Schutzsuchende im europäischen Auftrag in ein Land zurückgebracht werden, in dem sie schweren Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt sind.

Pro Asyl hat eine E-Mail-Kampagne ins Leben gerufen: Wir protestieren gegen diese Deals auf Kosten der Menschenrechte! Helft uns dabei und fordert Bundeskanzlerin Angela Merkel dazu auf, umzukehren. Mitmachen

Mehr Hintergründe zur Situation in Libyen / Bericht einer Ärztin von Medicins sans Frontieres

We‘ll come united! Anmelden zum Mitfahren

Gemeinsam am 16. September 2017 zur großen „Welcome united!“ Demo und dem „CommUnityCarneval“ nach Berlin!

Der Aufruf in vielen Sprachen: Hier
welcome united auf Facebook / CommUnity Carneval auf Facebook

Es wird einen Reisebus aus Erfurt über Halle/Saale nach Berlin geben. Du willst mitfahren? Registrierung für eine Busplatz: Hier
Die Fahrt ist kostenlos. Du kannst aber etwas Spenden, wenn du möchtest. Der Bus fährt Abends wieder zurück nach Halle.
Genaue Infos zu Abfahrtsort und Zeit erhälst du dann per Mail.

[Persisch]

همه باهم در تاریخ 16سپتامبر 2017 به سوی راهپیمایی بزرگ welcome united! و CommonUnityCarneval در برلین

اطلاعات مربوطه در زبان های مختلف: اینجا
welcome united Facebook / CommUnity Carneval Facebook

برای سفر به برلین از هاله و ارفورت اتوبوس موجود میباشد اگر مایل به سفر هستید اینجا صندلی رزرو کنید: رزرو اتوبوس
سفر با این اتوبوس رایگان میباشد. اتوبوس عصربه ارفورت و به هاله برتان میگرداند.
اطلاعات دقیق تر وستعت حرکت اتوبوس را ازطریق ایمیل دریافت میکنید

[English]

At the 17th of September we go togehter to the big „Welcome united!“ Demonstration and to the „CommUnityCarneval“ to Berlin!

The call for the demo you can find here
welcome united Facebook / CommUnity Carneval Facebook

You can go by Bus to Berlin. The Bus will starts in Erfurt and stops in Halle/Saale. You want to join? Please register HERE
The travel is for free, but you can donate for it if you want. The Bus will return in the evening back to Halle and Erfurt.
Informations where and when the travel will starts you will get per E-Mail.

[Arabisch]

لنذهب معا وسويا إلى برلين للمشاركة في حفلة الكارنفال (CommUnityCarneval) وأيضا المشاركة في مظاهرة (Welcome United) وذلك كله بتاريخ السادس عشر من أيلول 16.9.2017

التفاصيل بعدة لغات تجدونها تحت الرابطCall
سوف تكون هنالك حافلة لنقل المشاركين منطلقة من مدينة ايرفورت مرورا بمدينة هالة. لتسجيل مقعد لكم في الحافلة، افتح الرابط التالي Anmeldung für den Bus
التسجيل للحافلة بالمجان ولكن باب التبرع مفتوح لمن يرغب. سوف تعود الحافلة مساءا إلى مدينة هالة. تفاصيل عن وقت ومكان انطلاق الحافلة تحصلون عليها بالايميل بعد التسجيل.

[Portugues]

No dia 17 de setembro nós iremos junt@s participar da manifestação “Welcome united” e da “CommUnityCarneval” em Berlin!

A chamada para a manifestação você pode encontrar aqui:
welcome united Facebook / CommUnity Carneval Facebook

Terá um ônibus que irá nos levar para Berlin, O onibus parte de Erfurt e irá parar em Halle/Saale.
Se você quiser participar por favor registre-se aqui: HERE
A viagem é gratuita, mas doações para os custos da viagem serão bem vindos caso você queira contribuir. O ônibus irá retornar a noite de volta para Halle e Erfurt. Informações de onde e quando se iniciará a viagem você irá receber por E-Mail após você ter se registrado.

[Französisch]

Aller ensemble á le grande manifestation „Welcome united“ (Bienvenue unie) et le „CommUnityCarneval“ à Berlin le 16 Septembre 2017 !

L‘appel en francaise: Ici

welcome united Facebook / CommUnity Carneval Facebook

Il y‘aura un entraîneur d‘Erfurt via Halle (Saale) à Berlin. Vous voulez aller ensemble? Enregistrement pour une siège dans le bus: ici
Le trajet est gratuit. Vous pouvez faire un don, si vous voulez. Le bus retourne à Halle et Erfurt le soir. Vous recevrez plus d‘informations détaillées sur le départ et l‘heure par e-mail.

25 Jahre später immer noch aktuell: Das Progrom von Rostock Lichtenhagen

Heute vor 25 Jahren, am 22.08.1992, begannen die tagelangen rechten Ausschreitungen gegen das sogenannte Sonnenblumenhaus in Rostock-Lichtenhagen. Wie kaum ein anderes „Ereignis“ haben sich die Tage und vorallem Nächte in dem ostdeutschen Plattenbaugebiet in das kollektive Gedächtnis eingeschrieben, auch wenn es auf einigen Seiten immer wieder Anfälle von Geschichtsamnesy zu geben scheint.
Doch waren es nicht nur organisierte Rechte und „aufgebrachte Bürgerinnen“, die willentlich das Leben der Menschen aus dem Sonnenblumenhaus auf Spiel setzten. Die verantwortlichen PolitikerInnen entzogen sich der Situation und die Polizei schaute dem Progrom nicht nur zu, sondern kriminalisierte Diejenigen, die sich dem rechten Mob entgegenstellten. Zeitgleich zu den Angriffen in Rostock und andernorts wurden im neuen deutsch-deutschen Bundestag unter der Federführung der CDU das Asylrecht faktisch abgeschafft.
13 Jahre später, 2015, wiederholte sich scheinbar die Geschichte: Eine größere Zahl von Migrierenden kommt in Deutschland in kurzer Zeit an, Rassismus wird wieder Salon- und Straßenfähig, die Gewalt gegen Geflüchtete und ihre Unterkünfte nimmt stark zu und der deutsche Bundestag beschließt eine Asylrechtseinschränkung nach der anderen.

Rückblickend auf 1992 hier einige Empfehlungen um sich mit dem Hergang und den Hintergründen auseinanderzusetzen:

* Die Chronik von 1992 als twitterchronik
*Film „The truth lies of Rostock“ von 1993
* Feature über die Situation der vitnamesischen VertragsarbeiterInnen in der DDR und die Auswirkungen der Wende für sie
* Hörspiel „Sonnenblumenhaus“

Welcome United: Fighting for social rights

Gemeinsam am 16. September 2017 zur großen „Welcome united!“ Demo und dem „CommUnity carneval“ nach Berlin!

Der Aufruf in vielen Sprachen: Hier
welcome united auf Facebook / CommUnity Carneval auf Facebook

Es wird einen Reisebus aus Erfurt über Halle/Saale nach Berlin geben. Du willst mitfahren? Registrierung für eine Busplatz: Hier
Genauere Infos zur Abreise folgen.

Unterstützt die Flüchtlingsfrauenkonferenz!

Die Vorbereitungen für die große Frauen* Konferenz vom 22. bis 24.9.2017 von „Women in Exil“ laufen auf Hochtouren. Sie brauchen Eure finanzielle und kreative Unterstützung!
Jingel hören / mehr Infos / Spenden

Women in Exile wird dieses Jahr 15 Jahre alt! Newsletter

Wir gratulieren!

Vorsicht! Weiterhin einzelne Abschiebungen nach Afghanistan

Der Flüchtlingsrat Bayern informiert: „Wir haben den ernstzunehmenden Hinweis, dass, obwohl die Sammelabschiebungen nach Afghanistan ausgesetzt sind, dies nicht gilt für Einzelabschiebungen mit Linienflügen über Delhi. Also bitte weiterhin aufpassen, insbesondere bei Leuten, die unter die vom BMI genannten Kategorien Gefährder, Straftäter, Identitätstäuscher fallen könnten.“

Wir fordern die Rückkehr von Selami Prizreni nach Deutschland!

Petition mitzeichnen / Noch vier Tage!

Selami Prizreni wurde heute morgen von der Polizei abgeholt und ist zusammen mit vielen weiteren Roma in den Kosovo abgeschoben worden.

Heute ist zugleich Roma Resistance Day: Am 16. Mai 1944 wehrten sich die Häftlinge des „Zigeunerlagers“ Auschwitz-Birkenau erfolgreich gegen die Liquidierung des Lagers. Der Erfolg des Aufstands war jedoch nur von kurzer Dauer – nach weiterem Widerstand wurden die überlebenden Häftlinge Anfang August schließlich in die Gaskammern geschickt.

Selami Prizreni ist in Essen geboren und aufgewachsen. Er ging dort zur Schule, knüpfte Freundschaften und begann sich schon früh mit Hip-Hop zu beschäftigen.

Bereits 2010 wurde er mit Anfang 20 in den Kosovo abgeschoben. Der Film „Trapped by law“ zeigt an seinem Beispiel die Perspektivlosigkeit, den Rassismus und die Unmöglichkeit des Aufbaus einer Existenz für in Deutschland sozialisierte Roma.

2013 prozessierte er noch im Kosovo erfolgreich gegen seine Abschiebung und bekam dennoch keinen sicheren Aufenthaltstitel für Deutschland. Er floh zurück in seine Heimat Deutschland, wo er trotz der ständig drohenden Abschiebung mit seinem Bruder und Freunden die Initiative Roma-Art-Action ins Leben rief, als Hip-Hop-Künstler durch Deutschland tourte und bundesweit mit seiner Musik für Menschenrechte eintrat.

Wir fordern, die Abschiebung rückgängig zu machen und Selami sofortiges und dauerhaftes Bleiberecht zu erwirken.

Wir fordern, dass er zurück nach Deutschland kommt!
Begründung:

Selami ist in Deutschland geboren und aufgewachsen, seine Familie lebt seit 30 Jahren in Deutschland.

Sein gesamtes berufliches und privates Netzwerk ist in Deutschland. Seine Abschiebung betrachten wir als unrechtmäßig und unmenschlich.

www.alle-bleiben.info
Im Namen aller Unterzeichner/innen.
Göttingen, 16.05.2017 (aktiv bis 15.07.2017)

28.06. Protest gegen Abschiebungen nach Afghanistan am Flughafen Leipzig-Halle

***English, Dari and Pashto below***

Stop Deportation – Ready to Block 1.0
Logistische oder taktische Gründe? Sammelabschiebung nach Afghanistan nicht abgesagt, sondern auf unbekannten Zeitpunkt verschoben. Netzwerk ruft zu Protest am Mittwoch auf!

Beginn Mittwoch, 28-06.2017 um 16 Uhr auf dem Kleinen Willy-Brand-Platz, gegenüber dem Leipziger Hauptbahnhof. Nach einer Fahrt zum Flughafen wird der Protest am Flughafen fortgeführt.

Facebook event / twitter protest_lej

Medienberichten zufolge wird die geplante Sammelabschiebung nach Kabul vom Flughafen Leipzig/Halle (LEJ) nicht am Mittwoch, dem 28.06.2017, stattfinden. Als Grund dafür wird angegeben, die deutsche Botschaft vor Ort sei nach dem Anschlag vom 31.05.2017 noch nicht wieder arbeitsfähig. “Dass die Abschiebung nicht wegen der Situation in Afghanistan abgesagt wurde, sondern aus logistischen Gründen verschoben worden sei, zeigt, dass es der Bundesregierung nicht um die Gefahren geht, denen Menschen ausgesetzt sind, wenn sie dorthin zurückkehren,” so Aram Khan, Pressesprecherin des kürzlich gegründeten Aktionsnetzwerks gegen Abschiebungen in Leipzig “Protest LEJ”.

Die für Mittwoch angesetzte Abschiebung wäre die erste ins vermeintlich sichere Afghanistan seit dem offiziellen Abschiebestop Anfang Juni gewesen. Während des letzten Monats war das ganze Land anhaltend Ziel von Anschlägen, die Sicherheitslage hat sich drastisch verschlechtert. Khan: “Wir gehen davon aus, dass diese konkrete Abschiebung verschoben wurde, weil sie öffentlich bekannt geworden ist. Die Situation in Afghanistan ist alles andere als sicher, und das ist momentan in der öffentlichen Wahrnehmung präsent. Dass die Abschiebung verschoben wurde, ist nichts Positives. Es werden immer noch Menschen abgeschoben, aber jetzt ist unklar, wann dies passieren wird. Diese Intransparenz verunmöglicht direkte Kritik und somit breiten gesellschaftlichen Protest.”

Nach Angaben des Bundesinnenministeriums sind ein Großteil der Menschen, die trotz der aktuellen Lage in Afghanistan dorthin abgeschoben werden, “Straftäter” und sogenannte “Gefährder”. Die allermeisten dieser “Straftäter” wurden jedoch nur wegen kleinerer Delikte wie Fahren ohne Fahrschein, Vergehen nach dem Betäubungsmittelgesetz und Diebstählen verurteilt, wie eine Statistik des sächsischen Innenministeriums zeigt (kleineanfragen.de/sachsen/6/9230-abschi…. “Auch dieses Vorgehen lehnen wir aus mehreren Gründen ab”, so Khan. “ Zum einen ist die Kategorie “Straftäter” assoziiert mit Tatbeständen wie Mord oder Terrorismus. Diese Assoziation ist gewollt, aber schlicht falsch. Zum anderen legitimieren auch eventuelle Straftaten oder Gesetzesverstöße nicht, Menschen in Kriegsgebiete und lebensbedrohliche Situationen abzuschieben.“
(mehr…)

Deportation fligth to Kabul at 28th of June is cancelled

We got the information that the deportation fligth to Kabul next Wednesday, 28 th of June starting at Airport Leipzig-Halle is cancelled and postponed to an unknown date.
New dates and alerts will be spreaded if possible. Take care!

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Es liegt die Information vor, dass der Abschiebeflug nach Kabul am kommenden Mittwoche, 28. Juni, vom Flughafen Leipzig-Halle abgesagt und auf einen unbekannten Zeitpunkt verschoben wurde.
Neue Daten und Alarmierungen werden veröffentlicht, sofern möglich. Achtet auf Ankündigungen!

WARNING! Next deportation to Afghanistan, starting at Airport Leipzig-Halle

WARNING!

The next deportation to Kabul will be at Wednesday, 28st of June 2017 starting from Airport Leipzig-Halle!!

Because of the airport we expect that especially people from the federal states in the east and north of Germany (like Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg) are in danger of deportaion.

Please spread this to all who can be affected and inform them about their rights (e.g. follow request). The refugee council Bavaria compiled helpful information: read it, in german

For more information in Dari and Pashto: w2eu.info

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WARNUNG!

Der nächste Abschiebeflug nach Afghanistan soll am Mittwoch, 28.06.2017 vom Flughafen Leipzig-Halle stattfinden.

Aufrund des Flughafens ist davon auszugehen, dass insbesondere Menschen aus den östlichen und nördlichen Bundesländern von Abschiebung bedroht sind.

Bitte gebt diese Info an potentiell Betroffene weiter und informiert sie über über ihre Rechte (z.B Folgeantrag). Der Bayrische Flüchtlingsrat hat wichtige Hinweise zusammengestellt: Hier lesen

Hier gibt es weitere Informationen auch auf Dari und Paschtu: w2eu.info

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Spiegel artikel
/ MDR

EU-finanzierte Gewalt gegen Flüchtende durch Libysche Küstenwache beenden!

Libyens Küstenwache gefährdet Flüchtlinge und Helfer, Nov 2016, SZ

Petition von Sea-Watch mitzeichnen!

Am 21. Okober 2016 enterten Mitglieder der Libyschen Küstenwache (LCG) ein vollbesetztes Schlauchboot, schlugen auf die Menschen ein und hielten die Sea-Watch Crew davon ab, Rettungswesten zu verteilen. Durch das brutale Vorgehen, beim Versuch das Boot zurück nach Libyen zu schleppen, wurde eine Luftkammer des Bootes zerstört und an Bord brach eine Massenpanik aus.

Fast alle 150 Insassen fielen ins Meer und etwa 30 Menschen ertranken vor den Augen unserer Crew.

Die Europäische Union trainiert seit mehreren Monaten dieselbe Libysche Küstenwache und rüstet sie mit 200 Millionen Euro aus. Der Fokus der Europäischen Unterstützung liegt jedoch nicht auf der Verbesserung der Situation Flüchtender in Seenot. Im Gegenteil: Völkerrechtswidrige Rückführungen und Waffengewalt sind vor der Libyschen Küste an der Tagesordnung und passen in das Konzept Europäischer Abschottung. Solange es in Libyen keine legitimen demokratischen Strukturen gibt, die dazu in der Lage sind die Einhaltung von Grundrechten zu garantieren, muss die Kooperation mit der sogenannten Libyschen Küstenwache auf den Prüfstand.

Die humanitäre Katastrophe an Europas Grenzen verlangt eine humanitäre Antwort. Wir fordern die Bundesregierung deshalb auf, von weiterer Militarisierung und Abschottung Abstand zu nehmen und ihren Einfluss innerhalb der EU maximal geltend zu machen, damit

1. eine staatliche humanitäre Mission mit dem ausdrücklichen Mandat zur Seenotrettung eingerichtet wird.

2. jede Kooperation mit der Libyschen Küstenwache an ein Monitoring und Sanktionssystem geknüpft wird, welches sicherstellt, dass internationales Recht von der Libyschen Küstenwache eingehalten wird. Dazu gehört das Nichtzurückweisungsprinzip, welches verbietet, dass Flüchtende aus internationalen Gewässern zurück nach Libyen gebracht werden.

3. dass die Kooperation mit der LCG bei wiederholten Verstößen gegen das Völkerrecht umgehend auf Eis gelegt wird.

4. die LCG dazu ausgebildet wird, die Regeln auf hoher See zu befolgen, um Rettungsmissionen zu unterstützen anstatt Flüchtende und zivile Rettungskräfte zu gefährden.

5. die LCG dazu ausgebildet wird, internationales See- und Völkerrecht, darunter das Nichtzurückweisungsprinzip, zu respektieren.

6. die Pläne eines neuen Seenotrettungszentrums (MRCC) in Libyen gestoppt werden. Es ist inakzeptabel, die Kontrolle über Rettungseinsätze einem Bürgerkriegsland zu überlassen, das über keinerlei Rechtsstaatlichkeit verfügt.

weiterlesen/mitzeichnen

Proteste gegen Abschiebung nach Afghanistan

Am Mittwoch, dem 31.5.2017, widersetzen sich hunderte Schüler der Berufsschule 11 in Nürnberg der Polizei, die einen afghanischen Mitschüler in Abschiebehaft nehmen wollte – eine Blockade prügelte die Polizei mit Pfefferspray, Hunden und Knüppeln nieder und nimmt den Geflüchteten in Haft. Es gab zahlreiche verletzte SchülerInnen. Danach formierte sich eine Spontandemonstration mit 300 TeilnehmerInnen von der Berufsschule zum Einwohnermeldeamt/Ausländeramt.

Der junge afghanische Geflüchtete ist mittelweile wieder in Freiheit. Er wurde wie auch andere Betroffene aus der Abschiebehaft entlassen, da der gesamte Abschiebeflug gestoppt wurde nachdem es zu einem schweren Bombenanschlag in Kabul gekommen ist. Die Bundesregierung hat vorerst Abschiebungen nach Afghanistan ausgesetzt.

Ebenfalls haben sich in einem Lager am Rand Osnabrücks über hundert Menschen selbstorganisiert zusammengeschlossen und eine Abschiebung von ca. neun Personen verhindert.
No lager Osnabrück ruft auf zum #SommerderSolidarität

Warnung: 31.05.2017 Sammelabschiebung nach Afghanistan

[English below]

Der nächste Abschiebeflug nach Afghanistan soll am Mittwoch, 31.5.2017 stattfinden.

Bisher haben wir noch keine Informationen darüber, ob auch Personen aus Sachsen-Anhalt betroffen sein könnten. Wer Hinweise darauf hat, melde sich bitte beim Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt. Infos an: info@fluechtlingsrat-lsa.de

Bitte gebt diese Info an potentiell Betroffene weiter und informiert sie über über ihre Rechte (z.B Folgeantrag). Der Bayrische Flüchtlingsrat hat wichtige Hinweise zusammengestellt: Hier lesen

Hier gibt es weitere Informationen auch auf Dari und Paschtu: w2eu.info

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The next deportation to Kabul will be at Wednesday, 31st of May.

Until now we have no information that persons from Saxony-Anhalt will be maffected. The Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt is thankful for any advice if that is the case. Please write to: info@fluechtlingsrat-lsa.de

Please spread this to all who can be affected and inform them about their rights (e.g. follow request). The refugee council Bavaria compiled helpful information: read it, in german

For more information in Dari and Pashto: w2eu.info

Nein zum Gesetz zur polizeilichen, rassistischen DNA-Analyse

Im Schnellverfahren versuchen derzeit Sicherheitspolitiker_innen, Gesetzreformen durchzuboxen, die die polizeilichen Befugnisse bei der DNA-Analyse enorm erweitern sollen.
Anlass dafür war die rassistische Hetze nach dem Mord an einer jungen Frau in Freiburg Ende letzten Jahres. Seit 2005 gab es keine Erweiterung der polizeilichen DNA-Befugnisse mehr. Und jetzt sollen plötzlich eine Reihe von Datenschutzprinzipien nicht mehr gelten, die bisher Standard waren.

Besonders beunruhigend ist die Forderung, Haar-, Haut- und Augenfarbe sowie „biogeographische Herkunft“ analysieren zu dürfen – eine Steilvorlage für rassistische Kampagnen in der Zukunft.

Mit einer Stellungnahme protestieren 25 zivilgesellschaftliche Organisationen gegen diesen äußerst bedenklichen Vorstoß. Sie bemängeln eine fehlgeleitete Informationspolitik, die Verletzung von Datenschutzrechten und befürchten rassistische Stimmungsmache. Stellungnahme lesen

Am 27.04.2017 wollen sich Vertreter_innen der Koalition über die endgültige Version des Entwurfs des „Gesetz zur effektiveren und praxistauglicheren Ausgestaltung des Strafverfahrens“ einigen, der schon im Mai durch den Bundestag beschlossen werden soll. Mit dem Gesetz soll es der Polizei erlaubt werden, bei Massengentests Rückschlüsse auf die DNA von Verwandten einer Probengeber_in zu ziehen. Außerdem kamen aus dem Bundesrat weitere Forderungen, nämlich im Rahmen dieses Gesetzes auch die Vorhersage von Augen-, Haar und Hautfarben über DNA-Analysen sowie die Tests so genannter „biogeographischer Herkunftsmarker“ zu legalisieren.

+ Viele aktuelle Informationen und ein Offener Brief von Wissenschaftler_innen: HIER + Ein zusammenfassender Artikel zu den jüngsten Entwicklungen: HIER + Hintergrundinformationen zu polizeilicher DNA-Sammelwut: HIER