Archiv der Kategorie 'Europa'

EU-finanzierte Gewalt gegen Flüchtende durch Libysche Küstenwache beenden!

Libyens Küstenwache gefährdet Flüchtlinge und Helfer, Nov 2016, SZ

Petition von Sea-Watch mitzeichnen!

Am 21. Okober 2016 enterten Mitglieder der Libyschen Küstenwache (LCG) ein vollbesetztes Schlauchboot, schlugen auf die Menschen ein und hielten die Sea-Watch Crew davon ab, Rettungswesten zu verteilen. Durch das brutale Vorgehen, beim Versuch das Boot zurück nach Libyen zu schleppen, wurde eine Luftkammer des Bootes zerstört und an Bord brach eine Massenpanik aus.

Fast alle 150 Insassen fielen ins Meer und etwa 30 Menschen ertranken vor den Augen unserer Crew.

Die Europäische Union trainiert seit mehreren Monaten dieselbe Libysche Küstenwache und rüstet sie mit 200 Millionen Euro aus. Der Fokus der Europäischen Unterstützung liegt jedoch nicht auf der Verbesserung der Situation Flüchtender in Seenot. Im Gegenteil: Völkerrechtswidrige Rückführungen und Waffengewalt sind vor der Libyschen Küste an der Tagesordnung und passen in das Konzept Europäischer Abschottung. Solange es in Libyen keine legitimen demokratischen Strukturen gibt, die dazu in der Lage sind die Einhaltung von Grundrechten zu garantieren, muss die Kooperation mit der sogenannten Libyschen Küstenwache auf den Prüfstand.

Die humanitäre Katastrophe an Europas Grenzen verlangt eine humanitäre Antwort. Wir fordern die Bundesregierung deshalb auf, von weiterer Militarisierung und Abschottung Abstand zu nehmen und ihren Einfluss innerhalb der EU maximal geltend zu machen, damit

1. eine staatliche humanitäre Mission mit dem ausdrücklichen Mandat zur Seenotrettung eingerichtet wird.

2. jede Kooperation mit der Libyschen Küstenwache an ein Monitoring und Sanktionssystem geknüpft wird, welches sicherstellt, dass internationales Recht von der Libyschen Küstenwache eingehalten wird. Dazu gehört das Nichtzurückweisungsprinzip, welches verbietet, dass Flüchtende aus internationalen Gewässern zurück nach Libyen gebracht werden.

3. dass die Kooperation mit der LCG bei wiederholten Verstößen gegen das Völkerrecht umgehend auf Eis gelegt wird.

4. die LCG dazu ausgebildet wird, die Regeln auf hoher See zu befolgen, um Rettungsmissionen zu unterstützen anstatt Flüchtende und zivile Rettungskräfte zu gefährden.

5. die LCG dazu ausgebildet wird, internationales See- und Völkerrecht, darunter das Nichtzurückweisungsprinzip, zu respektieren.

6. die Pläne eines neuen Seenotrettungszentrums (MRCC) in Libyen gestoppt werden. Es ist inakzeptabel, die Kontrolle über Rettungseinsätze einem Bürgerkriegsland zu überlassen, das über keinerlei Rechtsstaatlichkeit verfügt.

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Solidarity at Sea is not a Crime!

WatchTheMed Alarm Phone 6 Week Report

1st of May 2017 – 11th of June 2017

„We do cry out, once more and time and again about the border deaths of the past 20 years, and about yesterday’s deaths. If only there were legal and safe migration routes, nobody would have to die at sea. The dying at sea is not a natural catastrophe and also no accident. It is, in fact, the calculated outcome of the EU border and visa regime. The dying at sea is human-made and already tomorrow, through the opening of borders and free access to ferries, it could fade into history as a dark chapter.“

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[Belgrad/Serbien] Räumung der besetzen Lagerhallen

Rückblick Eindrücke aus dem Winter 2016/17 aus Belgrad, SRF

Evictions of the squatted warehouses in Belgrade

11.05.2017, Bordermonitoring Serbia

On the 5th of May the Ministry of Labor, Social and Veteran Affairs announced to relocate migrants who are staying in Belgrade to the reception centres all over Serbia. According to Nenad Ivansevic, State Secretary of this Ministry, the plan was to complete this mission within 20 days. As for now, on the 10th of May 2017, the information at hands intensify towards a quicker eviction than primarily announced. Also, although it was announced that „force will not be used to transfer migrants – instead they will be offered, ‚in a humane manner'‘ to move to a reception center“² the Commissariat for refugees already announced to start the eviction and demolishment of the Baracks already by tomorrow 7am. Furthermore, several kitchen collectives were told that they have to stop providing food by the end of this weekend.

As the eviction is expected to start today morning, 7am, a twitter account was just launched where updates about the process of eviction will be posted. You can follow it on twitter https://twitter.com/bm_serbia.

The baracks behind the Busstations were squatted in August 2016 after the Commissariat and Police evicted the Parks around the bus station. Since then they were used, in a selforganized way by people to live there, because they are stuck in Serbia and also by people in solidarity. In winter time they‘ve attracted a lot of media attention due to the bad weather conditions in Belgrade, but although people have been mainly victimized and presented as suffering individuals, the baracks also have been a place where collective organizing, different forms of solidarity and exchange as well as communication and learning have become possible. Few people know about the level of autonomous organizing that was happening there – also before the appearance of volonteers and media – : collective cooking, a selforganized language school, sports, discussions and exchange of knowledge, simply everyday life in unusual circumstances. The squatted warehouses, together with the resistance of the Timotijević-family on that same area, where also the place that became the frontline in the struggle against the Belgrade Waterfront gentrification project.
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Diffamierung der Lebensretter beenden – Ausbau der Seenotrettung jetzt!

von Pro Asyl, 8. Mai 2017

Der Druck auf zivile Seenotrettungsorganisationen steigt täglich. Während Europa seine Verantwortung zur Rettung von Bootsflüchtlingen nicht wahrnimmt, sehen diejenigen, die mit unermüdlichem und couragiertem Einsatz gegen das Sterben vor Europas Toren ankämpfen, sich mit kriminalisierenden Vorwürfen konfrontiert.
2017 sind schon 1.377 Menschen auf ihrer Flucht nach Europa ums Leben gekommen. Doch anstatt das zum Anlass zu nehmen, endlich mehr Kapazitäten für die Seenotrettung zu schaffen, geraten die zivilen Organisationen immer massiver unter Druck.

Kriminalisierung der Seenotrettung

Bereits Ende Februar erntete Frontex-Chef Fabrice Leggeri vehemente Kritik für seine Aussage, die Hilfseinsätze der zivilen Seenotretter*innen vor der libyschen Küste würden das Schleppergeschäft in Libyen anheizen. Aufgrund der massiven Vorwürfe gegen die Grenzagentur widersprach Frontex-Sprecherin Ewa Moncure am 20. April den Kritiken gegenüber dem ZDF.

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Ferries not Frontex!!

15.04.2017: Transnational demo at Hungarian-Serbian border



Demonstration 15.04.2017 in Rözske, Hungary (Border to Serbia)
organised by MigsZol

Check on facebook / Call in hungarian language below

Call: Since March 15th changes in the Hungarian law were passed which mean that ALL people seeking asylum will be detained in prison-containers at the Hungarian-Serbian border. It also means that the only place to apply for asylum is in the two transit zones at the border, where only 10 people per (week) day can enter. Everybody who enters the country ‘illegally’ can be pushed back from the whole territory of Hungary to the Serbian side of the fence again.

These push-backs are already happening since the fence was built in September 2015. People report about serious violence committed by Hungarian police, including hours of beating, humiliation, attacks with dogs and theft. A special unit of the police, the border hunter unit, who gets trained in 2 months, equipped with weapons and sent to the borders, has started to work. The legal changes systematically legalize the violence and over the last years have decreased the rights of people seeking protection to the current level of dehumanization as indefinite prisoners.

We demonstrate against the dehumanizing state-propaganda!
We demonstrate against any kind of detention of people seeking asylum and migrants!
We demonstrate against the illegal practice of violence by the Hungarian authorities on the border!

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[Balkanroute] Dublin III und Griechenland / Ungarn führt neues Gesetz ein / Illegale Pushbacks in Serbien

Hier ein Überblick zu aktuellen Entwicklungen im europäischen Grenzregime. Informiert betroffene Freunde! Spread the word!

Informationen zu den wieder aufgenommenen Dublin III Rückführungen nach Griechenland

Im Dezember 2016 sprach sich die EU-Kommission dafür aus, die seit 2011 ausgesetzte Dublin III-Rückführungen nach Griechenland wieder aufzunehmen. Deutschland folgte dieser Empfehlung. Ab dem 16.03.2017, läuft jeder, der Griechenland illegal betritt und später in Deutschland Asyl beantragt in Gefahr, aufgrund des Dublin III Abkommens nach Griechenland rückgeführt zu werden. Die Internetseite w2eu.info, welche Informationen für Geflüchtete und Migranten auf ihrem Weg durch Europa bereitstellt, hat aus aktuellem Anlass ein Info-Papier (http://w2eu.info/greece.en/articles/greece-dublin2.en.html) zu den neuen Dublin III-Regelungen erstellt. Es informiert unter anderem darüber, welche sozialen Gruppen von der Griechenland-Rückführung ausgenommen sind und welche nicht, nennt die Länder, die sich bis jetzt an den Rückführungen beteiligen wollen und erläutert die Auswirkungen auf konkrete Sachverhalte wie zum Beispiel der Familienzusammenführung. Zudem gibt es praktische Tipps und Ratschläge, wie man selbst durch Dokumentation der Situation in Griechenland dazu beitragen kann, seine Rückführung zu erschweren und erklärt in welchen Situationen man sich einen Anwalt besorgen sollte.

Detailierte Infos auf Englisch

Neues Gesetz in Ungarn: Inhaftierung aller Asylsuchenden

The asylum law in Hungary will change in March 2017. All asylum seekers entering Hungary legally through the Transit Zone will be detained in a container camp at the Hungarian border with Serbia. This includes families, unaccompanied minors above the age of 14, single women and men. Unaccompanied children under the age of 14 will be brought to an open facility in a different part of the country. Detention will last for the whole duration of the asylum procedure. In practice, the asylum procedure in Hungary lasts 4 to 9 months. There will be no legal way to oppose detention and there will be no option for bail out.

Detailierte Informationen auf English, Farsi, Arabic, Francaise

Mazedonien: Bericht über die Situation an der serbischen Grenzen

Die mazedonische NGO LEGIS, aktiv an der serbisch-mazedonischen Grenze in den Dörfern Lojane and Vaksince hat einen ausführlichen Bericht zur Situation für Geflüchtete vor Ort veröffentlicht. In diesem werden die Auswirkungen der europäischen Grenzschließungen als auch tägliche illegale Zurückweisungen (Pushbacks) dokumentiert.

Bericht auf Englisch lesen

Afghanistan-deportations from Germany: Information against fear

In the last few months, many within the Afghan community have been feeling a growing fear about the worsening treatment of Afghan refugees in Germany and in the whole of Europe. After two first charter-deportations took place on 14th of December 2016 and on 23rd o January and all together 60 young men have been deported from Frankfurt to Kabul, this fear is growing even more. We tried to collect some information against this fear and combined it with some hints how to prepare for the asylum procedures and how to fight for a right to stay.

These informations are in an updated version available online on w2eu.info, the webguide of Welcome to Europe.

The english version can be found here (and when you scroll down you find printable leaflets in Dari, Pashto and German as well):
http://w2eu.info/germany.en/articles/germany-deportation-afghanistan.en.html

The Dari version is also online here:
http://w2eu.info/germany.fa/articles/germany-deportation-afghanistan.fa.html>

Please help to spread these links widely, especially within the communities. Besides the growing resistance against deportations on the streets, in the airports and at the courts, we think that information can be an additional key to give everybody the chance to defend themselves against this threat.

Stop deportations! Right to stay for everyone!
Welcome to Europe

Einen Neuanfang ermöglichen – Spendenaufruf für Familie K

Initiiert von Medinetz Halle/Saale e.V., unterstützt von no lager halle, Januar 2017

Radio Corax hat ein Interview mit der Mutter der Familie geführt, in der sie ausführlicher ihre Situation schildert. Das Interview kann HIER angehört werden. Das Interview ist auf Englisch.

Spendenaufruf als pdf lesen

Liebe Medinetze, Liebe Medibüros, Liebe UnterstützerInnen, Liebe Freunde und Freundinnen,

Seit September 2016 unterstützen wir eine dreiköpfige Familie, bestehend aus der Mutter und zwei jugendlichen Töchtern aus Serbien, die sich neben der Sorge um die mehrfach, schwer erkrankte Mutter mit einem Leben am Rande der Illegalität zurecht finden muss. Die letzten Monate haben eine intensive Begleitung mit sich geführt, die bei allen Beteiligten auch emotional nicht ohne Spuren blieb. Vor allem ging diese Zeit an die Substanz der drei Frauen bzw. Jugendlichen. Die Aussicht auf ein positives Asylverfahren bzw. eine Duldung ist nach einer ersten Abschiebung und ihrer Rückkehr nach Deutschland sehr gering. So waren die letzten Monate der Familie vorallem von großer Unsicherheit, Ängsten und finanzieller Abhängigkeit geprägt.
Die Familie hält nun die „Gefangenschaft“ in der Illegalität und deren Folgen nicht mehr aus. Frau K kann nicht arbeiten, die Töchter können nicht zur Schule gehen. Ihr Tag besteht aus Abwarten und dem guten Willen Dritter. Mittlerweile hat sich die Familie dazu entschieden, nach Serbien zurückzugehen, um dort einen Neuanfang zu versuchen. Allerdings steht die Familie dort vor dem Nichts. Sie müssen von Null anfangen.
Wir wollen sie bei ihrer Rückkehr unterstützen. Dazu wollen wir ihnen ein Startkapital für Nahrung, Unterkunft und vor allem für die Schule der Töchter, sowie die medikamentöse Versorgung der Mutter mitgeben. Unser Ideal wäre, ihnen 5000 Euro mitgeben zu können. Das ist eine beträchtliche Summe an Geld und in dem Fall handelt es sich auch nicht um eine „klassische“ Kostenübernahme von z.B.: einer Ultraschalluntersuchung, was uns natürlich bewusst ist. Trotzdem wollen wir euch fragen, ob ihr uns und vor allem die Familie mit einer Spende unterstützen könnt und wollt?

Wir freuen uns über jede Spende, positive Rückmeldungen oder über jeden Rat!

Solidarische Grüße
Euer Medinetz Halle/ Saale e.V.

Spendenkonto:

Empfänger: Verein zur Förderung antirassistischer Arbeit in Sachsen-Anhalt n.e.V.
IBAN: DE76 8005 3762 1894 0553 02
BIC: NOLADE21HAL
Verwendungszweck: Familie K

Der Verein kann keine Spendenquittungen ausstellen.

Breites Bündnis fordert: Nein zu Dublin IV!

Zum Gipfeltreffen der EU-Staats- und Regierungschefs in Brüssel: Breites Bündnis fordert Nein zu Dublin IV! – Mit Dublin IV wird Recht auf Asyl in Europa verhindert und ein Europa der Solidarität zerstört

Presseerklärung von Pro Asyl
/ 14. Dezember 2016

Ein breites Bündnis von Menschenrechtsorganisationen, Richter- und Anwaltsvereinigungen sowie in der Flüchtlingsarbeit tätigen Verbänden appelliert in einem Aufruf an die 28 europäischen Regierungschefs, die sich am morgigen Donnerstag im Europäischen Rat in Brüssel zusammenfinden, die Reformvorschläge der EU-Kommission zum Dublin-System, das sogenannte Dublin IV, abzulehnen. Dieses regelt die Zuständigkeit der EU-Mitgliedstaaten für die Durchführung des Asylverfahrens.

Systematisch sollen künftig Schutzsuchende, die in der EU einen Asylantrag stellen wollen, in ein angeblich sicheres Drittland außerhalb der EU zurückgeschickt werden. „Das ist ein Frontalangriff auf das individuelle Recht auf Asyl in der EU. Das Recht auf Asyl in Europa wird mit solchen Vorschlägen ad absurdum geführt. Dublin IV ist nicht nur menschenrechtsfeindlich, es zerstört auch ein Europa der Solidarität“, warnt Günter Burkhardt, Geschäftsführer von PRO ASYL.
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Protest gegen Abschiebungen vom Flughafen Leipzig/Halle

Nicht wegsehen – Abschiebungen anklagen, ihre Grausamkeit in das Bewusstseine der Öffentlichkeit bringen, Deportationen verhindern!
Quelle

Am morgen des 30.11 kam es erneut zu Deportationen vom Flughafen Leipzig/Halle. Dabei wurden Menschen aus dem mitteldeutschen Raum zu ihrer “freiwilligen” Ausreise gezwungen und mit einem Charterflug in den Kosovo abgeschoben. Um ein Zeichen gegen Rückführungen, bzw eine Politik, welche die damit verbunden Gefahren nicht anzuerkennen scheint, es jedoch Migration, und insbesondere Flucht stetig kriminalisiert,zu setzen fand sich am Vormittag Protest aus circa 30 Menschen ein. Im ersten Halbjahr 2016 wurden bereits mehr als 13.000 Menschen abgeschoben. Dies ist ein Zuwachs von einem Drittel im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015.

Doch was bedeutet Abschiebung konkret für betroffene Menschen und wer sind diese?
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Free the Röszke 11! Prozesstag 30.11.2016

Heute, 30.11.2016, findet in Szeged (Ungarn) der nächste und eventuell letzte Verhandlungstag gegen Ahmad H. statt. Ihm wird vom ungarischen Staat vorgeworfen im September 2015 verantwortlich für die Auseinandersetzungen mit der ungarischen Polizei am Grenzübergang Horgos/Röszke zu sein. Ihm droht, da seine angebliche Tat als terroristisch eingestuft wird, eine langjährige Haftstafe in Ungarn. Ahmad H., der selbst auf Zypern lebt, war gemeinsam mit seinen alten und kranken Eltern unterwegs, um diese auf ihrer Flucht aus Syrien nach Deutschland zu unterstützen.
ProzessbeobachterInnen berichten von einem völlig unfairen Verfahren, fadenscheinigen bis hinzu rassistisch motivierten Behauptungen und Beweisen und davon, dass der Prozess eine deutliche politische Dimension hat. Nicht nur, weil das Verfahren sich in den seit Jahren verschärfenden nationalen Abschottungsdiskurs Ungarns einfügt, sondern auch weil er die Kriminalisierung von Migrantinnen vorantreibt. In diesem Sinne lässt sich die Anklage und das erwartet Urteil auch als eine drakonische Botschaft der Abschreckung an Geflüchtete verstehen.

UPDATE: Ahmad H. wurde zu 10 Jahren Haft veruteilt.
Presse dazu: the guardian / DW / Reuters / Video / TAZ

Den Prozess auf Twitter verfolgen
Eindrücke vom September 2015
Bericht von Amnesty International
Solidaritätskampagne für Ahmad H.

WARNING! MASS-DEPORTATIONS! 30.11.2016

27.05.2016 - Kritische Flughafenbegehung gegen Abschiebungen Halle/Leipzig

WARNING! MASS-DEPORTATIONS TO KOSOVO!

In the night from the 29th to the 30th Novembember collective deportations departing from Saxony ans Saxony Anhalt could take place. The fligth will departure at Flughafen Leipzig-Halle and arrive at Pristina, Kosovo. Concerned are the so-called “Safe Coutries of Origin” of the Western Balkans. Warning: Individual deportations might take place the following day too. Please forward these date to people affected in Saxony, Thuringia, Saxony-Anhalt and Brandenburg. Generally, these dates are accurate. Changes might occur, even shortly before the collective deportation.

ACHTUNG! SAMMELABSCHIEBUNGEN IN DEN KOSOVO!

In der Nacht vom 29. auf den 30. November können Sammelabschiebungen aus Sachsen und Sachsen-Anhalt stattfinden. Der Fkug geht vom Flughafen Leipzig-Halle, Ziel ist Pristina, Kosovo. Betroffen sind die sogenannten “Sicheren Herkunftsstaaten” des Westbalkan. Achtung: Einzelabschiebungen sind auch am folgenden Tag möglich! Inhaftnahmen auch wenige Tage vor der geplanten Abschiebung. Bitte die Termine an alle Betroffene in Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg weitergeben. In der Regel treffen die Termine zu! Änderungen sind unmittelbar vor einer Sammelabschiebung aber möglich.

Serbien: 3. #MarchOf Hope Richtung Kroatische Grenze

Die EU-Innengrenzen sind dicht. Und trotzdem sind zehntausende Menschen auf europäischen Terrain weiterhin auf der Flucht.
Insbesonderen in den Ländern entlang der „Balkanroute“ verschärft sich die Situation für Geflüchtete zusehends: Eine Weiterreise wird unmöglich, die Anerkennungsquote für Asylsuchende ist gering und staatliche Unterstützung gibts kaum bis gar nicht. Stattdessen gehören katastrophale Lebensbedingungen, Inhaftierung, Abschiebung und phyische Gewalt zum Alltag von Geflüchteten, die an den Grenzen oder in Städten, wie Belgrad gestrandet sind. Und das öffentliche Interesse und die Anteilnahme für die Menschen, die dort unterwegs sind, wird immer geringer.
Wenig Widerhall findet bisher auch der bereits dritte „March of hope“, zu dem es nach der Räumung eines von obdachlosen Geflüchteten besetzten Hauses gekommen ist. Die untenstehenden Eindrücke stammen von Menschen, die den Marsch begleiten.

#Marchofhope auf twitter verfolgen
Mehr zur Situation in Serbien / und an den serbischen Grenzen
Unterstützugsaufruf für Serbien

10.12.2016

Today in the morning (3.30am until sunrise,5.50am )there was a big nightly police operation with huge police contingent (estimated 300 policemen, wearing helmets and shields, anti-terrorism-unit…) behind the main bus station in Belgrade, where more then 700 people on the move stay in empty warehouses. Finally they took 110 people into buses and brought them to the closed camp in Preševo near the Macedonian border, from where constantly people get pushed back.
No violent acts by the attacked; police forces people to get into buses with telling lies and threats.

11.11.2016

After the big police operation two nights ago, when 250 police surrounded the warehouses – migrants squats behind the main bus station and more than 100 migrants were brought to detention center in Preševo people decided to organize another protest march this time towards the croation border.

150 – 200 people are walking on the highway towards Zagreb they are surrounded by the police who is „coordinating the traffic“. 3 police vans and few normal police cars
are following the march. commissariat stuff are also there. few people from solidarity groups is there to monitor but people have no serious support.

12.11.2016

People walked till late night and then tried to sleep under a bridge on the highway. yesterday they walked about 35km. It was raining the whole night, they are all wet ,people did not eat almost nothing. they continued walking today around 8 AM. the only place to get supplies was a petrol station which the police ordered to be closed for an hour. only one person was allowed to go in accompanied by police. Constant pressure from commissariat and UNHCR to end the march. they were offered transportation back to Belgrade. People on the march refuse to negotiate with them. 9 police cars were there during the night, police was sleeping and cold so they stayed in their cars. it was possible to distribute some food and other supplies.

seems there is a total ban, no NGO s have courage to show support. even HOt food Edomeni ( they cook about 1000 meals per day for people who stay in the warehouses behind the bus station) has no consensus to distribute food for people in the protest. of course there is lake of everything, mostly food, warm cloths and dry place where they could sleep at least few hours. unfortunately local solidarity groups have no capacities, only very few people try to do monitoring and other support.

about 15 people could not continue to walk because of injuries. despite all the horrible conditions and big pressure people show unbelievable mental strength and determined to continue their protest.

Freiheit für Ahmed und die eingesperrten Geflüchteten in Ungarn

UPDATE 29.10.2016: Der ungarische Schauprozess ist noch nicht zu Ende. Die Urteilsverkündung gegen Ahmed H. wurde auf Ende November verschoben. Zum Verlauf des gestrigen Prozesstages einige Twittereinträge. und ausführliche Infos zum Prozeß auf Englisch

Mehr Infos / Freetheroszke11

Weitgehend unbemerkt von internationalen Medien läuft in Ungarn ein politischer Schauprozess, der einen geflüchteten Mann als „Terroristen“ anklagt. Ihm drohen für einen angeblichen Steinwurf und „Anführerschaft“ bis zu 20 Jahre Haft, das Urteil wird für Freitag erwartet.

FREIHEIT FÜR AHMED UND DIE EINGESPERRTEN GEFLÜCHTETEN IN UNGARN

Anfang Juli wurden zehn der Beschuldigten im Rözske-Verfahren, die letztes Jahr im September am Grenzübergang Röszke/Horgos festgenommen wurden, vom Gericht in Szeged/Ungarn wegen “illegalem Grenzübertritt” und “Teilnahme an einem Massenprotest” für schuldig befunden. Eine Person, Ahmed H., der wegen “Terrorismus” angeklagt wird, hat seinen nächsten Prozesstag am 28. Oktober, für diesen Tag wird auch das Urteil erwartet.

Im September 2015 wurde die ungarische Grenze zu Serbien mit Gewalt geschlossen und von einem Tag auf den anderen wurde es plötzlich laut Gesetz illegal, die Grenze zu überqueren. Ein Zaun wurde errichtet, der bis heute das Recht auf Bewegungsfreiheit und Asyl massiv verletzt. Während die Regierung einen Tag vorher noch selbst Menschen in Bussen nach Österreich transportierte, setzte die Polizei am 16. September Tränengas und Wasserwerfer gegen die Menschen ein, die ebenfalls die Grenzen überqueren wollten. Mitten aus den Gegenprotesten heraus verhaftete sie willkürlich elf Menschen, die nicht schnell genug dem Angriff der Anti-Terror-Einheit der Polizei entkommen konnten. Unter den Angeklagten sind ganz junge und sehr alte Menschen, kranke Personen und eine Person im Rollstuhl.

Ahmed H. hat einen davon getrennten Prozess. Ihm wird vorgeworfen, der Anführer des „Massenprotests“ gewesen zu sein und wird dafür als „Terrorist“ angeklagt. Die Anklage basiert auf Polizeizeugen, die laut Gericht angeblich die einzigen Zeugen vor Ort gewesen sein sollen und auf einem Video der Polizei, das im Prozess einmal nur ohne Ton abgespielt wurde. Darin spricht er durch ein Megaphon und wirft etwas, das das Gericht für einen Stein hält. Ahmed ist seit September 2015 im Gefängnis in Budapest eingesperrt und ihn erwarten bis zu 20 Jahre Haft.
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Viele Tote nach Überfall der Libyschen Küstenwache auf Sea-Watch Rettungseinsatz


Archivbild: Fabian Melber – Sea-Watch e.V.

Ein Boot der Libyschen Küstenwache hat heute während eines Rettungseinsatzes ein vollbesetztes Schlauchboot geentert, die Migranten mit Stöcken geschlagen und unsere Crew davon abgehalten, Rettungswesten zu verteilen und mit unserer Versorgung fortzufahren. Durch das brutale Vorgehen der vermeintlichen Libyschen Küstenwache brach an Bord eine Massenpanik aus; alle 150 Insassen fielen ins Meer, eine zweistellige Zahl an Menschen ertrank. Unsere Crew konnte 4 Leichen bergen; 4 weiteren Menschen werden bewusstlos auf der Sea-Watch 2 behandelt. 120 Migranten konnten auf unser Schiff gerettet werden.

Das Vorgehen der Libyschen Küstenwache hat zu dem Tod von vielen Flüchtenden geführt. Wir wissen nicht, warum so gehandelt wurde. Sea-Watch fordert umgehend eine detaillierte Aufklärung dieser immensen Menschenrechtsverletzung.

Sea-Watch/Quelle
Spiegel online